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Bullet Journal – minimalistische Planung

9. November 2015
Bullet Journal

Ich bin nach wie vor begeistert von meiner Planung mit Wunderlist, aber für manche Bereiche bevorzuge ich immer noch die Papierplanung. Vor allem auf der Arbeit sollen keine Daten in irgendeiner Cloud oder auf einem fremden Server rumliegen. Da hat sich bei mir ein Bullet Journal bewährt. Im Gegensatz zur kreativen Gestaltung im Filofax ist dieser Planer eher was für Minimalisten und genau das ist in meinen Augen der größte Vorteil davon.

Bullet Journal

Hier kannst du dich auch über Bullet Journaling informieren, aber da die meisten Informationen im Netz dazu auf englisch sind, zeige ich heute auch noch mal im Detail, was es damit auf sich hat. Dafür habe ich mal ein paar Beispielseiten erstellt. Man benötigt für diese Art der Planung ein leeres Buch oder ein Heft und einen Stift. Sonst nix.

Aufbau Bullet Journal

Das System vom Bullet Journal ist eigentlich echt simpel. Es gibt keine Kategorien oder bestimmte Seiten für bestimmte Themen, es kommt alles hintereinander in dieses Büchlein. Und zwar wirklich alles: Termine, Aufgaben, Notizen und ganze Sammlungen.

Monatsübersicht

Am Anfang steht die Monatsübersicht. Auf einer linken Seite werden einfach die Monatstage links untereinander geschrieben und rechts daneben kommen Termine. Auf der rechten Seite schreibt man alle Aufgaben, die für den ganzen Monat anstehen. Ein leeres Quadrat vor einem To Do markiert den Punkt als Aufgabe. Ist die Aufgabe erledigt, Häkchen rein, fertig.

Bullet Journal

Wichtig ist auch, dass unten auf jeder Seite die Seitenzahl notiert wird, dazu komme ich gleich noch genauer.

Jetzt gibt es verschiedene Möglichkeiten, weiter zu machen, ganz nach den eigenen Bedürfnissen. Auf der Arbeit nutze ich ein Bullet Journal für alle Termine und ich fertige für jedes einzelne Projekt eine Sammlung an. Auch dazu komme ich gleich noch. Für ein privates Bullet Journal gibt es die Möglichkeit der Tages- oder der Wochenplanung.

Wochen- und Tagesplanung

So könnte zum Beispiel eine Tagesplanung aussehen, es wird einfach alles, was zu einem Tag gehört, auf eine Seite geschrieben:

Bullet Journal

Folgende Symbole helfen bei der Übersichtlichkeit:

  • Ein leeres Kästchen kennzeichnet eine Aufgabe
  • Ein leerer Kreis kennzeichnet einen Termin
  • Ein gefüllter Punkt kennzeichnet eine Notiz
  • Ein Ausrufezeichen markiert eine Notiz als wichtig
  • Ein Stern markiert eine Aufgabe oder einen Termin als wichtig
  • Ein Pfeil hinter einem Eintrag markiert ihn als verschoben

So… jetzt kann man also relativ übersichtlich alles sehen, was an dem Tag oder in der Woche ansteht. Die verschiedenen Icons helfen bei der Übersichtlichkeit. Wenn jetzt der Tag oder die Woche vorbei ist, schaut man, welche Einträge erledigt sind. Ich streiche sie dann gerne ganz durch. Was noch nicht erledigt ist, bekommt einen Pfeil hinter den Eintrag und der Punkt wird in die nächste Woche oder auf den nächsten Tag verschoben. So gehen keine Termine verloren und man bleibt immer up to date.

Index

Hier kommen jetzt auch die Seitenzahlen ins Spiel. Damit man sich trotz diesem Mischmasch an Informationen noch zurecht findest, gibt es ganz am Anfang des Buches den Index. Da notiert man alle Überschriften und die entsprechenden Seitenzahlen dahinter.

Bullet Journal

Sammlungen

Soweit alles recht unspektakulär – auch wenn ich es echt genial einfach und effizient finde. Besonders toll finde ich aber die Sammlungen, die man an jeder Stelle, zu jedem Thema hinzufügen kann. Einfach auf der nächsten freien Seite Überschrift drüber und alles was dazu gehört, darunter notieren. Im Index vermerken und fertig.

Bullet Journal

Ich habe hier mal beispielhaft eine Sammlung erstellt zum Thema “Wohnung verschönern”. Alles, was ich demnächst mal in der Wohnung angehen will, wird dort notiert und nach Erledigung abgehakt. Eine andere Sammlung sind alle Aufgaben, die im Zusammenhang mit meiner Masterarbeit stehen. Hier kann man aber wirklich alles notieren, was irgendwie Sinn macht. Bücher, die ihr mal lesen wollt, Adressen, Geburtstagsübersichten, Verleihlisten, Ideen für Blogartikel etc.

Wie gesagt, auf der Arbeit nutze ich neben einem Monatsplan nur Sammlungen, für jedes Projekt eine. So habe ich eine große Anzahl an Aufgaben wirklich übersichtlich auf relativ kleinem Platz zusammen und weiß genau, was wo noch zu tun ist. Feste Termine notiere ich daneben noch im Monatsplan.

Ich muss sagen, nachdem ich diese Art der Planung jetzt fast ein Jahr lang getestet habe, bin ich immer noch sehr überzeugt davon. Sie beschränkt sich aufs nötigste und ist trotzdem flexibel und extrem effizient.

Aber jetzt genug geplant für heute, jetzt gehts ans Erledigen des Geplanten. Das muss man nämlich trotz Superliste immer noch selbst machen ;-)

Liebste Grüße Andrea

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14 tolle Kommentare

  • Reply 09.01.2016 | Gedankensprünge 9. Januar 2016 at 17:39

    […] all den vielen Notizzetteln auf dem Schreibtisch zu verschludern. (Was das ist, kann man hier *Klick* recht schön […]

  • Reply Kathrin 23. Januar 2016 at 22:50

    grad eben durch Zufall auf Deinem Blog gelandet…und sehr froh darüber! BastelGEDÖNS… Gedöns…mein Lieblingswort!!!! ach wie schön!!! Ich tummel mich jetzt noch eine ganze Weile hier rum….hier gibt es ja soooo viele tolle Sachen zu entdecken!!! Ganz ganz herzlichen Dank für’s Teilen!
    herzliche Grüße an Dich von der Kathi

  • Reply Grit 3. Februar 2016 at 3:06

    Habe nach Informationen gesucht, wie ein Bullet-Journal geführt wird und bin bei Dir fündig geworden. Vielen lieben Dank dafür!

  • Reply Lovingnovember 12. Februar 2016 at 12:32

    Ich liebe deine Organisations-Posts, ich bin einfach ein riesiger Organisationsfreak. Du bringst mich immer wieder auf neue Ideen und inspirierst mich, neues auszuprobieren. Danke, dass du so zauberhafte Beiträge schreibst! 🙂

  • Reply Petra 7. März 2016 at 18:26

    Toll zusammengefasst, kurz und kanckig – vielen Dank! 🙂

  • Reply Anita 10. März 2016 at 11:16

    VIELEN DANK FÜR DEINE INFOS!!!!
    Ich habe mir in den letzten 4-6 Wochen 3 verschiedene Kalendersysteme gekauft, aber nichts funktioniert für mich, weil die Vermischung von Aufgaben und Terminen in den meisten Fällen nicht klappt.
    Lege mir jetzt ein A6-Heft für meinen (geplanten) Roterfaden Taschenbegleiter an und denke diesmal könnte es das Richtige für mich sein!
    Viele Grüße!
    Anita

  • Reply Chris 8. Juni 2016 at 18:14

    Hi,
    wirklich cooler Beitrag! Ich habe vor ein paar Wochen angefangen nach dem Bulletjournal zu arbeiten. Das funktioniert eigentlich auch ganz gut. ABER hast Du für mich einen Tipp wie man umfassende Projekte übersichtlich gestaltet.
    Beispiel :
    Ich habe drei Projekte A, B und C.
    Heute und morgen arbeite ich an A, danach an B, dann wieder an A, zur Abwechslung mal an C usw.
    Mein Problem ist, dass die Informationen dann sehr verstreut sind (Wenn der Inhalt über mehrere Seiten geht).
    „Platzhalterseiten“ sind leider auch nicht der Hit – da es entweder immer zu viel oder zu wenig Seiten sind.

    LG, Chris

  • Reply Aus der Schreibstube: Was ist ein Bullet Journal? | Lena Falkenhagen 9. Juni 2016 at 13:10

    […] von meinem Bullet Journal keine Fotos). Mein Bullet Journal ist eher funktional und minimalistisch. Miss Konfetti zeigt, wie das in fertig aussehen […]

  • Reply Deborah 26. Juli 2016 at 22:15

    Aber was machst du im nächsten Monat mit den Listen, die noch nicht erledigt sind, wie zum Beispiel „Bücher, die ich lesen will“ ? Du hast pro Monat ein Heft, oder?

  • Reply Denise 3. August 2016 at 8:48

    Vielen Danke für die einfache Erklährung hat mir sehr geholfen.
    LG Denise

  • Reply Mareike 17. August 2016 at 12:55

    Schöner und interessanter Beitrag. Meine Freundin hat mir grad davon erzählt, da wurde ich neugierig und bin auf deinen artikel gestoßen.

    Allerliebst Mareike von kleidundkuchen.de

  • Reply Den Tag erfolgreich mit einem Abendritual beenden – Revolutioniere dein Leben 20. August 2016 at 17:38

    […] widme ich mich meinem Bullet Journal. Im Bullet Journal halte ich kompakt alle wichtigen Termine und Aufgaben des Tages fest. Daher trage ich es immer bei […]

  • Reply Julia 20. Januar 2017 at 12:27

    Wow, mega System… Ich komme ohne Listen auch nicht durchs Leben 🙂 Jeden Tag gibt es mindestens eine ToDo-Liste, die schreib ich aber auch gerne… Gestern zum Beispiel so:
    https://www.instagram.com/p/BPcrGi9DFsZ/?taken-by=thatlooksjut

  • Reply Sarah 20. Februar 2017 at 11:04

    Hey meine Liebe,
    ich habe mein Bullet Journal seit Ende letzten Jahres und bin damit wirklich glücklich. Ich kann nicht nur alles super gut planen, sondern auch in mich selbst hineinschauen. Gibt ja unglaublich viele Übersichten, die man sich anlegen kann. 🙂 Auf Instagram folge ich sehr vielen Leuten, die das Bullet Journal führen, einfach wegen der Inspiration wegen. Macht sehr viel Spaß und wenn es dann mal keinen Spaß mehr machen sollte, kann man immer noch alles individuell anpassen. Das ist toll!

    Danke für deinen Beitrag und liebe Grüße
    Sarah

  • Yeah, ein Kommentar. Ich freu mich.