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Digitale Ordnung: Festplatte organisieren

3. November 2014
Digitale Ordnung auf der Festplatte

Diesen Monat arbeite ich an meinem Arbeitszimmer und dazu gehört natürlich nicht nur der Raum, sondern auch die digitale Ordnung auf meinem Rechner. Dieses Projekt steht schon sehr lange auf meiner To Do Liste und ich hab mich immer davor gedrückt. Nun habe ich einen neuen Computer und da ist es doch perfekt, damit anzufangen. Extra Motivation habe ich durch die liebe Izzie bekommen, die im Oktober digital ausgemistet hat.

Festplatten haben die Angewohnheit, sehr schnell sehr voll zu werden und damit werden sie häufig auch sehr unübersichtlich. Wichtig ist, ein gut funktionierendes System zu finden und dann auch beizubehalten. Und zwar ein System und nicht mehrere. Ich arbeite seit Jahren mit OS X, aber trotzdem könnt ihr vieles auch auf einem Windows-Rechner anwenden.

Dateien verwalten mit Tags

Die Standard-Verwaltung einer Festplatte funktioniert für gewöhnlich mittels Ordnern. Auf dem Mac gibt es zusätzlich die Möglichkeit mit Tags zu arbeiten. Das macht besonders dann Sinn, wenn man z.B. Bilder im Bilderordner und Dokumente im Dokumentenordner aufbewahrt, in einem Projekt aber sowohl Bilder als auch Dokumente verwaltet. Dann können alle zu diesem Projekt gehörenden Bilder und Dokumente mit demselben Tag versehen werden. So kann man sich dann praktisch alle Dateien anzeigen lassen, die zu diesem Projekt gehören, egal ob Bild oder Dokument.

Ich halte mich schon lange nicht mehr an die vorgegebenen Strukturen nach Dokumenten und Bildern, daher hab ich mich mit dem Tagging auch noch nicht näher beschäftigt.

Ordner-Struktur

Wie gesagt gibt es meistens eine Reihe vorgegebener Ordner: Dokumente, Bilder, Musik, Downloads, Programme. Die einzigen Ordner, die ich davon wie vorgesehen nutze, sind der Programme- und der Musik-Ordner. Alles andere sortiere ich da ein, wo es für mich Sinn macht. Allgemeingültige Tipps sind an dieser Stelle schwierig zu geben, da hat jeder seine eigenen Vorlieben. Einige Dinge halte ich aber für wichtig:

  • Wenn ihr eine sinnvolle Ordnerstruktur gefunden habt, solltet ihr sie auf jeden Fall beibehalten (wenn ihr grundsätzlich alle Bilder im Bilderordner ablegt, zwischendrin aber mal welche unter einem Projekt im Dokumente Ordner wisst ihr nachher nicht mehr, wo ihr suchen müsst).
  • Eindeutige Ordnernamen wählen („Sonstiges“ oder „Verschiedenes“ eignen sich nicht als Ordnername, da sie dazu führen, dass man sehr viel dort ablegst und es schnell unübersichtlich wird).
  • Je voller ein Ordner, desto unübersichtlicher. Daher lieber mit Unterordnern arbeiten (z.B. kann ein Archiv, das nach Jahren und Monaten unterteilt ist, sinnvoll sein).
  • Viele Unterordner, aber nicht so viele Hauptordner. Je weniger Hauptordner ihr habt, desto leichter findet ihr schon mal den gesuchten Bereich. Verfeinert wird dann mit den Unterordnern.

Digitale Ordnung auf der FestplatteIm Dokumente Ordner habe ich bislang nur vier Hauptordner. Die decken alles ab, was ich so an Dokumenten verwalten muss. Der Ordner „Blog“ ist ein Archiv für meinen alten Blog. Meine aktuelle Blog-Dateien-Verwaltung zeige ich gleich noch.

Digitale Ordnung auf der FestplatteMit Unterordnern werden die Hauptordner dann weiter unterteilt. So weiß ich genau, was ich wo ablegen muss und finde es später auch wieder.

Desktop-Verwaltung

Viele nutzen den Desktop als vorübergehende oder dauerhafte Ablage für alles Mögliche. Das hat für mich noch nie so wirklich funktioniert. Ich nutze meinen Desktop gerne für größere Projekte, die mehrere Datei-Typen umfassen. Das ist schon seit längerem alles rund um meinen Blog.

Ich nutze diese Methode schon länger, entwerfe mir aber immer mal wieder ein neues Hintergrundbild und verändere die Anordnung.

Desktop-Hintergrund Freebie zum DownloadenDas Bild könnt ihr euch gerne runterladen. Einfach drauf klicken und dann abspeichern.

Ich nutze den linken Kasten für ein Bild, damit es nicht ganz so langweilig ist. Momentan habe ich ein Herbstbild gewählt. So sieht mein Desktop aktuell aus:

Desktop von Miss KonfettiIch organisiere auf meinem Desktop alles, was mit meinem Blog zu tun hat, aber natürlich kann man hier alles mögliche verwalten.

Papierkorb & Archiv

Oft löscht man Dateien und die landen erst mal im Papierkorb. Vergesst aber nicht, den Papierkorb auch mal zu leeren. Wenn es Dateien gibt, die ihr zwar nicht mehr aktuell benötigt, aber nicht endgültig löschen möchtet, dann empfehle ich ein Archiv anzulegen. So bleiben die aktuellen Ordner übersichtlich, aber es gehen keine Daten verloren.

Datensicherung

Eine gut organisierte Festplatte ist wichtig, aber genauso wichtig ist eine Datensicherung. Es gibt verschiedene Möglichkeiten,die Dateien zu sichern, die alle ihre Vor- und Nachteile haben.

Ich nutze momentan eine externe Festplatte, auf der die auf dem Mac integrierte Time Machine automatisch meine Daten sichert. Allerdings sollte ich mir dringend mal eine zweite Festplatte zulegen. Wenn die erste kaputt gehen sollte, hätte ich ein ziemliches Problem.

Wie organisiert ihr eure Festplatte? Und wie sichert ihr Daten? Und falls sich zufällig jemand mit der Time Capsule auskennt, würde ich mich über einen kurzen Erfahrungsbericht sehr freuen.

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14 tolle Kommentare

  • Reply SAPRI 4. November 2014 at 18:13

    ooooh ja, das muss ich auch unbedingt mal machen. Irgendwie habe ich vor allem bei meinen tausenden von Bildern den Überblick verloren. Von meinem Desktop will ich gar nicht erst anfangen…
    Vielen Dank für die kleine Motivationshilfe, denn wenn ich sehe wie schön du es jetzt geordnet hast, bekomme ich auch gleich Lust was zu tun 🙂

    Lieben Gruß
    Sarah

    • Reply Andrea 8. November 2014 at 9:04

      Toll, dass ich dich motivieren konnte. Viel Erfolg beim Ordnen 😉

  • Reply theRealDarkFairy 5. November 2014 at 11:17

    Hey,

    dieses Ordnungs-Hintergrundbild gefällt mir echt gut.
    Ich habe nie viel auf meinem Desktop liegen weil mich das wahnsinnig macht, wenn der so voll und unübersichtlich ist. Aber auf die Idee es mittels Hintergrundbild zu strukturieren und zu ordnen bin ich noch nicht gekommen 😀

    Also danke für den Tipp!

    LG

    • Reply Andrea 8. November 2014 at 9:05

      Ich hab auch gerne schöne Hintergrundbilder und finde es immer schade, wenn man davon nix sieht. Hatte deswegen oft gar nix auf dem Desktop liegen, aber irgendwie schleicht sich doch immer was drauf. So hab ich jetzt einen guten Kompromiss gefunden.

  • Reply Paleica 5. November 2014 at 11:17

    also die idee, so ein desktopbild zu machen, finde cih großartig. vielleicht schaue ich mir das ab, das gefällt mir wirklich gut 🙂
    meine ordnerstruktur ist sehr durchgemischt, die bilder sind wirlich gut organisiert, da finde ich auch alles. der rest (da ich den pc sonst wenig nutze) ist irgendwie im heillosen chaos versunken, über die jahre und die neuen computer, die x festplatten… gruselig.

    • Reply Andrea 8. November 2014 at 9:06

      Schon faszinierend, was sich über die Jahre so ansammelt. Schlimm, oder?

  • Reply Chrissy 5. November 2014 at 19:14

    Ich mache es eiiigentlich so wie du. Jaja, eigentlich. Ich bin da leider nicht konsequent. So ist es meistens so, dass ich Bilder einfach in den Bilder-Ordner schiebe und dann irgendwann mal meine der ist zu voll und dann erst wird in die Unterordner sortiert 🙁

    • Reply Andrea 8. November 2014 at 9:07

      Aber immerhin sortierst du es dann noch ein 😉

  • Reply Suse 12. November 2014 at 6:57

    Hallo Andrea,
    könntest du mir einen Tipp geben, wie man sich solche Hintergrundbilder entwerfen kann?
    Da ich absolut von sowas keinen Plan habe, hab ich leider auch so viele Ordner auf dem Desktop, dazu noch die Daten meiner Kinder (jedes hat seinen Krims Krams von Berufsschule und Arbeit auf unserem Rechner, da sie beide keinen eigenen haben. Sie benutzen Ipad und Iphone) …. von den vielen Fotos nicht zu sprechen.

    Da ich sehr gerne fotografiere, hab ich Unmengen an Fotos und alle paar Wochen benutze ich eins davon als Hintergrundfoto. Deine Anordnung auf dem Desktop finde ich optimal, schon allein weil es Platz für das Foto lässt, welches nicht durch die vielen vielen Dateien verunstaltet wird.
    Nur: wie funktioniert so eine Grafik?

    Es grüßt dich dein neuer Fan
    Suse

    • Reply Andrea 12. November 2014 at 17:23

      Hallo Suse,
      ich habe das Hintergrundbild mit Photoshop Elements erstellt. Im Prinzip ist es ein Hintergrund, verschiedene angeordnete Formen, Text und dann eben ein Foto für die eine Form. Du kannst dir einfach mein Bild runterladen und dann mit einem Bildbearbeitungsprogramm ein Foto deiner Wahl hinzufügen. Ich wollte eigentlich auch die Photoshop Datei anbieten, aber irgendwie hat das nicht geklappt. Jetzt beim Nachdenken fällt mir auf, dass es mit dem jpg tatsächlich nicht ganz so einfach ist, da das Bild exakt die passende Größe haben muss. Ich versuch das morgen noch mal mit der psd Datei. Falls du kein Photoshop (oder Gimp oder ähnliches) hast, kannst du mir auch gerne das Foto schicken und ich bau es dir schnell ein und schick es dir dann zu. Und das benutzt du dann ganz normal als Hintergrundfoto, wie du es sonst auch immer machst.

      War das halbwegs verständlich? 😉
      Liebe Grüße Andrea (die sich sehr über ihren neuen Fan freut ;-))

  • Reply Suse 24. November 2014 at 15:37

    Hallo liebe Andrea,

    ich habe deine Antwort leider erst jetzt gelesen.
    Du bist ja ne Wucht!!
    Vielen Dank, ich werde es entweder meinem Mann mal zeigen oder meinen Kindern, die kennen sich besser mit sowas aus.
    Und wenn alle Stricke reißen komme ich auf dein Angebot zurück. Du bist ja echt ne Liebe!! Vielen Dank!

    Allerliebste Grüße
    Suse

    • Reply Andrea 25. November 2014 at 17:45

      Aber gerne doch. Wenn es nicht klappt, dann sag einfach Bescheid. Ich kann dir auch die Photoshop Datei per Mail zuschicken.

  • Reply Rea 4. Februar 2015 at 15:47

    Ohhh, das letzte Bild ist ja praktisch. Auf die Idee bin ich noch gar nicht gekommen! Ich hab gerade mit Win7 ein echtes Ordnungsproblem. Das System gibt viele sinnfreie Ordner vor (von denen sogar welche überhaupt nicht nutzbar sind, weil man angeblich die Rechte dafür nicht hat – totaaal schwachsinnig! Ich bin Admin auf dem Rechner, hallo!?) und dann hatte ich noch die kluge Idee, meine alte Festplatte einfach mit in den Rechner zu packen. Selbstverständlich *ohne* auszumisten. Jetzt hab ich den Salat.

    • Reply Andrea 10. Februar 2015 at 21:12

      Ja das mit dem Ausmisten ist so ne Sache, auch digital 😉 Diese vorgegebenen Ordner fand ich auch schon immer unpraktisch, deswegen komm ich jetzt mit dieser Idee gut klar.

      LG Andrea

    Yeah, ein Kommentar. Ich freu mich.