ORGANISIEREN

Digitale Ordnung – Online

27. Januar 2015
Artikelgrafik Digitale Ordnung Online

Im letzten Jahr habe ich damit angefangen, digital Ordnung zu schaffen. Mit meiner Festplatte, einer Fotoverwaltung und E-Mails habe ich mich bereits beschäftigt, dann kam ganz plötzlich Weihnachten dazwischen. Jetzt gibts aber keine Ausrede mehr und ich bring Ordnung in den Rest. Heute organisier ich mein Online-Leben.

Ich nutze hauptsächlich den Firefox Browser, aber vieles geht mit anderen Browsern genauso oder ähnlich.

Lesezeichen

Lesezeichen oder Favoriten helfen einem dabei, Seiten die man öfters besucht, schnell wieder zu finden. Dabei kann man sie entweder so ablegen, dass man sie über den Menupunkt „Lesezeichen“ erreicht, oder man legt sie direkt in die Lesezeichensymbolleiste.

Ich bevorzuge die Symbolleiste, weil sie noch einfacher erreichbar ist. Allerdings ist der Platz da natürlich beschränkt. Ich kürze die Titel daher meist ab oder lasse sie sogar ganz weg. Das kleine Icon reicht oft aus, um zu erkennen, was sich dahinter verbirgt.

Außerdem kann man auch in der Lesezeichensymbolleiste Ordner anlegen. Ich habe generell alle Seiten, die ich zur Zeit häufig nutze, in dieser Symbolleiste. Ältere Lesezeichen, oder welche die ich nur sehr selten benötige sind im Lesezeichenmenu nach Ordnern sortiert abgelegt.

Praktisch finde ich, dass man Firefox mittels FireSync auf mehreren Geräten synchron halten kann. Wenn ich auf meinem Rechner ein neues Lesezeichen hinzufüge, dann ist es auch auf meinem Laptop. Selbst meine Add-Ons bleiben aber jetzt damit synchron.

Accounts verwalten

Ich hätte wirklich gerne mal eine Übersicht über sämtliche Accounts, die von mir in den Weiten des WWW herumschwirren. Online-Shops, Foren, E-Mail Konten, Kundenkonten, Online-Dienste… da kommt schnell einiges zusammen.

Ich zumindest habe keinen Überblick mehr über all meine Accounts und ohne meine zu Hause gespeicherten Passwörter wäre ich hoffnungslos verloren. Der Button „Passwort vergessen“ ist definitiv einer der sinnvollesten Buttons im Internet 😉 Aber man kann ja jetzt nicht bei jedem Besuch einer Seite das Passwort ändern. Von daher macht es durchaus Sinn, seine Zugangsdaten irgendwo aufzubewahren.

Ich habe dafür noch mal ein kleines Formular erstellt, auf dem sämtliche Zugangsdaten notiert werden können. Von einer digitalen Speicherung von Passwörtern würde ich abraten. Das ist zu unsicher.

Formular für PasswörterSichere Passwörter

Regel Nr. 1: NIE, NIE, NIE sowas verwenden wie 0000, 12345 oder passwort. Das sollte mittlerweile bekannt sein, ist es aber leider immer noch nicht überall.

Auch Geburtsdaten, Namen von Personen oder Haustieren eignen sich nicht besonders gut als Passwort.
Am besten geeignet sind Kombination von: Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen. Ohne Bedeutung dahinter, die nicht einfach zu erraten sind.

Dummerweise sind sichere Passwörter eher schwierig zu merken. Ich tüfftel gerade noch an einem System, das für mich Sinn macht, für sonst aber niemanden… Falls jemand den ultimativen Plan hat, her damit.

Beliebt ist es auch, für sämtliche Accounts dasselbe Passwort zu nehmen. Auch ganz schlecht. Wer einmal das Passwort rausbekommt, kann es überall einsetzen.

Auch handschriftlich notierte Passwörter können natürlich in die falschen Hände geraten, aber dafür gibt es auch einen guten Tipp: Verschlüssel deine Passwörter auf eine einfach Weise, die nur du verstehst.

Zum Beispiel kann man ans Ende des Passworts drei zufällige Buchstaben anfügen und wenn man das Passwort nachschauen muss, dann weiß man, dass die letzten drei Buchstaben einfach ignoriert werden müssen. Außer einem selbst weiß das aber keiner und kann somit mit der handschriftlichen Liste nichts anfangen. Man kann sich natürlich auch eigene Verschlüsselungen ausdenken. Man sollte sie sich nur leicht merken können und dann auch konsequent anwenden.

Wenn bestimmte Accounts überhaupt nicht mehr benötigt werden, kann man sie natürlich auch löschen. Das ist auf manchen Seiten recht einfach, auf anderen zum Teil sehr kompliziert oder gar nicht ohne Weiteres möglich. Häufig werden Accounts nach einer gewissen Zeit der Inaktivität automatisch gelöscht. Das finde ich sehr praktisch.

Später Lesen

Zeit ist knapp und im Internet gibt es so viele interessante Dinge zu lesen. Und oft, wenn man gerade gar keine Zeit hat, stolpert man über einen total interessanten Artikel. Was nun? Ich habe mich in den letzten Tagen mal ein bisschen intensiver mit dem Thema beschäftigt und bin bei Pocket hängen geblieben.

Natürlich kann man sich auch selbst Links per Mail schicken oder Lesezeichen anlegen, aber so richtig komfortabel ist das nicht. Und auch nicht nötig. Mittlerweile gibt es einige Dienste für das spätere Lesen von Web-Inhalten.

Wie gesagt, ich habe mir Pocket mal näher angeschaut und bislang bin ich davon ziemlich begeistert. Es gibt ein Add-On für die Browsernutzung, aber auch Apps für iOS und Android. Man kann sich also mit dem Handy Seiten für später speichern und dann mit dem Browser aufrufen. Oder andersrum.

Pocket ScreenshotIch habe es zu Testzwecken mal mit einigen meiner alten Blog-Beiträge gefüllt und das hat super funktioniert. Durch das Add-On muss ich auf jeder Seite, die ich für später speichern will, einfach nur den Pocket Button drücken und schon wird die Seite meiner Pocket-Liste hinzugefügt. Auf dem Handy funktioniert es über die Teilen-Funktion, in der ich dann Pocket auswählen kann.

Meine Liste kann ich mir als Raster oder als Liste anzeigen lassen. Ich kann die einzelnen Beiträge archivieren, löschen, mit Tags versehen oder als Favorit kennzeichnen. Ab einer bestimmten Menge bestimmt sinnvoll.

Ich bin gespannt, wie sich das Tool im Alltag bewährt, aber bis jetzt finde ich es wirklich vielversprechend. Es gibt mittlerweile auch eine Premium Funktion, für die man allerdings ein Abo abschließen muss. Von diesem Abo-Wahn, der in letzter Zeit überhandnimmt halte ich ja mal gar nichts, aber solange es alle Grundfunktionen auch weiterhin kostenlos gibt, soll es mir egal sein.

Ein weiterer großer Online-Bereich sind die sozialen Netzwerke. Auch da gibt es einiges zu organisieren. Das kommt aber in einem eigenen Beitrag.

Wie organisiert ihr euer Online-Leben? Welche Tools könnt ihr empfehlen?

Hier ist jetzt noch das Formular für deine Zugangsdaten, dass ihr gerne runterladen könnt.

Zugangsdaten-Formular
Zugangsdaten-Formular
Zugangsdaten-Formular.pdf

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11 tolle Kommentare

  • Reply Katie (Frau Margarete) 27. Januar 2015 at 10:34

    Ach, da erkenn ich mich gut wieder 😉 Meine Lesezeichen ordne ich auch in der Symbolleiste – oft auch nur mit dem einfachen Symbol. Das funktioniert ganz gut.
    Mein Problemchen sind ebenfalls die zahlreichen Accounts und Passwörter, die ich letztens in einem großen Rutsch mal alle geändert habe. Denn ich hatte wirklich oft ein einziges Standard-Passwort verwendet, und das ging gar nicht.
    Im TV habe ich mal einen coolen Tip gehört zum Passwörter erstellen, den ich nun zum Teil auch umsetze: Man bildet Sätze und kürzt diese ab.

    Beispielsatz: „Mein Vater heißt Udo & ist 1960 geboren“
    Daraus ergibt sich dein Passwort „MVhU&i1960g“
    Diese Sätze kann man natürlich in der Länge und Komplexität erweitern, oder auf die jeweilige Homepage anpassen. Ich finde es aber eine gute Methode, sich das WirrWarr aus Groß-, Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen zu merken.
    Und nein, mein Vater heißt in echt weder Udo noch ist er 1960 geboren 😉

    LG

    • Reply Andrea 28. Januar 2015 at 19:33

      Danke für den Tipp, Katie, das klingt gut. Muss man sich nur die Sätze merken 😉 Aber ich werd das mal ausprobieren.

  • Reply Ulli 27. Januar 2015 at 11:54

    Pocket ist mein Lieblingstool in meinem Firefox.
    Wenn ich in der Mittagspause über etwas stolper, dass ich abends gerne ausführlich lesen möchte, einfach kurz bei pocket gespeichert und es ist abends zu Hause ohne Probleme aufrufbar. Herrlich. <3
    Möchte ich nicht mehr missen.

    Dadurch, dass ich vor einiger Zeit den Namen gewechselt habe und somit auch neue Mail-Adressen angelegt habe, bin ich etwas am ausmisten der Accounts. Die Mail-Adresse aktualisiere ich nur bei den Seiten, die ich auch noch nutze. Die alten Mail-Adressen werden dann demnächst mal gelöscht. ^^

    Und meine Passwörter sollte ich mir demnächst auch mal aufschreiben. Ich wäre aufgeschmissen, wenn es die "Passwort speichern"-Funktion nicht gäbe. -.-

    • Reply Andrea 28. Januar 2015 at 19:34

      Hast du bei Pocket auch das Problem, dass du mit dem Lesen nicht hinterherkommst? Ich speicher oft was, denke aber zu selten dran, dann auch nachzulesen.

      • Reply Ulli 28. Januar 2015 at 21:12

        Ohja, das Problem habe ich auch. Manchmal klappt es, dass die Sachen nur kurz drin sind. Aber mittlerweile habe ich, wenn ich oben auf das Pocket-Symbol klicke, 188 Seiten á 9 gespeicherten Seiten. Ich weiß nicht, wann ich die alle lesen soll. xD Zum Glück hat das Teil auch eine Suchfunktion. *pfeif*

  • Reply Sunray 28. Januar 2015 at 16:19

    Pocket kenne ich noch nicht, das wird sich jetzt aber ändern, das hört sich nämlich ziemlich gut an! Danke für den Tipp!
    Auch der Tipp zum Passwörter kreieren gefällt mit gut @ Katie 🙂

    • Reply Andrea 28. Januar 2015 at 19:37

      Finde es echt klasse, aber wie ich bei Ulli schon geschrieben hab, vergesse ich es oft. Ertappe mich grad beim Handy oft dabei, nen Screenshot zu machen, statt einfach Pocket zu nutzen… Ach ja, das Gedächtnis lässt langsam nach 😉 Ganz lieben Dank übrigens für die tolle Post. Ich hab mich soooo riesig gefreut. Schreib dir gleich auch noch ne Mail :-*

      • Reply Sunray 11. Februar 2015 at 17:05

        Liebe Andrea, jetzt muss ich dir noch mal schreiben. Ich probiere Pocket ja nun seit meinem letzten Kommentar – und muss dir echt noch mal *Danke* sagen, weil das für mich echt so ein cooles Tool zum Zwischenspeichern ist! Ich bin echt begeistert! 🙂 Liebe Grüße nochmal! Sunray

        • Reply Andrea 11. Februar 2015 at 17:31

          Na wenns sonst nix ist 😉 Freut mich, dass es dir auch so gut gefällt. Ich kenn es selbst auch noch nicht lange und bin zufällig drüber gestolpert.

  • Reply Maria 7. Februar 2015 at 18:04

    Danke für den genialen Tipp mit Pocket. Das rettet gerade meine vermüllte Linkleiste und ich bin wieder glücklich!

    lg
    Maria

    • Reply Andrea 10. Februar 2015 at 21:14

      Das freut mich sehr, jemanden glücklich gemacht zu haben. Viel Spaß beim Entrümpeln der Linkleiste, Maria 🙂

      LG Andrea

    Yeah, ein Kommentar. Ich freu mich.