HANDLETTERING

Handlettering | Kalligraphie – Material

Werbung 26. Mai 2015
Kalligraphie-Material-Miss-Konfetti

Hallo ihr Lieben,

heute geht es weiter mit dem Handlettering – genauer gesagt mit der Kalligraphie. Das Besondere an der Kalligraphie sind die Schreibgeräte. Um die typischen Buchstabenformen hinzubekommen nutzt man spezielle Kalligraphie-Schreibgeräte. Ich hab in letzter Zeit eine Menge ausprobiert und möchte euch heute meine Lieblinge vorstellen und ein wenig auf die Unterschiede eingehen.

Kalligraphie-Material-Miss-KonfettiKalligraphie Stifte

Meine allerersten Kalligraphie Versuche habe ich vor etlichen Jahren mit einem Schönschreibfüller von Lamy gestartet. Ich schreibe auch heute noch gerne mit diesem Füller, aber leider gibt es ihn nur mit einer 1,5 mm breiten Spitze. Dafür gibt es mittlerweile einen neuen wirklich tollen Füller, den ich heiß und innig liebe und mit dem man tolle Ergebnisse erzielen kann. Den Parallel-Pen 3.8* von Pilot. Es gibt ihn in vier verschiedenen Breiten und auch mit bunten Patronen. Leider benötigt er spezielle Patronen, das ist aber auch der einzige Nachteil.

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Das Besondere am Parallel Pen ist die breite Spitze, die aus zwei parallelen Platten besteht. Damit kann man wirklich tolle und scharf abgegrenzte Linien erhalten. Ein weiterer Clou ist, dass man durch die Kombination von zwei verschiedenen Tinten interessante Farbverläufe erzielen kann. Dazu muss man einfach nur die Spitze eines Stiftes für kurze Zeit auf den anderen Stift halten. So läuft ein wenig der einen Tinte in den andersfarbigen Stift. Klingt kompliziert, ist es aber nicht.

Für mich ist der Parallel Pen das absolut Beste aus dem Bereich Kalligraphie. Ich finde, er schreibt sogar besser, als klassische Breitbandfedern, die ich daher kaum nutze. Der Vollständigkeit halber möchte ich auch noch die edding Kalligrafie-Stifte* erwähnen. Sie gibt es in einem Pack mit drei verschiedenen Breiten. Auch mit diesen Stiften erreicht man gute Ergebnisse, allerdings werden die Kanten nicht ganz so scharf wie beim Parallel Pen. Ein entscheidender Vorteil ist allerdings, dass man mit ihnen auf so ziemlich jedem Papier schreiben kann. Der Parallel Pen blutet leider häufig aus und erfordert spezielles Papier für schöne Ergebnisse. Hier seht ihr noch mal alle vorgestellten Stifte im Vergleich:

Kalligraphie-Material-Miss-KonfettiKalligraphie-Material-Miss-Konfetti-35

Federn

Ganz klassisch nutzt man für Kalligraphie Federn und Tinte oder Tusche. Wie gesagt, die Breitbandfeder nutze ich nicht so gerne. Auf meine Spitzfedern möchte ich allerdings nicht mehr verzichten. Sie nutzt man vor allem für Schreibschriften und sie führen zu tollen Ergebnissen. Ich hab schon oft gehört, dass Brush Pens ein guter Einstieg sind, ich komme allerdings mit den Federn wesentlich besser klar.

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Welche Feder man genau benutzt, ist total individuell. Federn sind zum Glück recht günstig, daher würde ich empfehlen, einfach mal ein paar zu kaufen und miteinander zu vergleichen. So findet man recht schnell seine Lieblingsfeder. Generell gibt es jedoch ein paar Fakten, die bei der Entscheidung hilfreich sein können.

Spitzfeder, Ellbogenfeder und Pfannenfeder

Kalligraphie-Material-Federn-Miss-KonfettiSpitzfedern bestehen vorne aus einer Spitze, die in der Mitte einen Spalt hat. Dadurch reagiert die Feder auf unterschiedlich starken Druck mit unterschiedlich breiten Spitzen. Bei der Feder oben rechts handelt es sich um eine klassische Spitzfeder. Die Pfannenfeder im Bild unten rechts funktioniert ganz ähnlich, allerdings hat sie vorne eine kleine Einkerbung, die sogenannte Pfanne. Mit ihr gelingen nicht ganz so feine Linien, sie ist aber einfacher zu händeln und reagiert nicht ganz so empfindlich auf falsch ausgeübten Druck. Anfänger werden mit einer Pfannenfeder schnell gute Ergebnisse erzielen. Eine Spezialfeder ist die Ellbogenfeder links im Bild. Sie ist gebogen, wodurch die Neigung der einzelnen Buchstaben nach rechts leichter gelingt. Bis auf die Form funktioniert sie genau wie eine normale Spitzfeder.

Hier erkennt man, dass die Spitzfeder feinere Linien erzeugen kann, als die Pfannenfeder:

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Tinte und Tusche

Wer sich für das Schreiben mit einer Feder entscheidet, benötigt außerdem noch Tinte oder Tusche. Ich habe beides ausprobiert und bislang noch keine Vorliebe entdecken können. Wichtig ist jedoch, dass ihr wasserlösliche Produkte verwendet. Wasserfeste Tinte oder Tusche kann die Feder verkleben.

Falls ihr kein Geschäft mit Kalligraphie Zubehör in eurer Nähe habt, kann ich euch sowohl für Federn, als auch für Tinte den Kalligraphie Shop Kallipos empfehlen. Dort solltet ihr alles bekommen, was ihr für das Schreiben mit Feder und Tinte benötigt.

Kalligraphie Bücher

Leider gibt es auch Bereich Kalligraphie nicht allzuviele Bücher. Wahrscheinlich fast alles, was es dazu gibt, hab ich gelesen. Diese Bücher kann ich euch wirklich empfehlen:

Eine Schrift – 1000 Variationen: Neue Wege zur Kalligraphie mit DVD*: Anfänger, die die Kalligraphie von Anfang an lernen wollen, sollten mit diesem Buch anfangen. Bevor es hier an ganze Buchstaben oder gar ein Alphabet geht, werden erstmal die einzelnen Stricharten und Formen der Buchstaben geübt. Die humanistische Kursive ist anschließend die Schrift, die man in diesem Buch von Grund auf lernt. Auf Schrifthöhe, Innenräume und Zwischenräume wird genauso eingegangen, wie auf die Gestaltung eines ganzen Blatts.

Mit Herz und Handschrift: Kreative Kalligraphie und farbenfrohe Gestaltung*: Neben einer allgemeinen Einführung über verschiedene Materialien wird in diesem Buch nur ein einziges Alphabet vorgestellt. Durch Variation oder die Nutzung verschiedener Schreibgeräte ergeben sich daraus jedoch noch einige weitere Schriften mit ganz unterschiedlichen Eigenschaften. Anschließend geht es um Komposition, Gestaltungsregeln und unterschiedliche Verzierungen. Den Abschluss machen einige Projekte, die eine tolle Inspiration sind. Anfänger erhalten in diesem Buch eine tolle Einführung und werden durch zuviele unterschiedliche Schriften nicht überfordert.

Kalligrafie & Handschrift: Alphabete, Übungen, Anwendungen*: Dieses Buch ist eine kurze Reise durch die Geschichte der Schrift. Es werden zunächst einige kalligraphische Alphabete vorgestellt und jeweils auf die Besonderheiten und die richtige Ausführung hingewiesen. Anschließend geht es auch hier um Schreibwerkzeuge und Gestaltungsregeln. Wer verschiedene Alphabete lernen möchte, ist mit diesem Buch gut beraten.

100 kalligraphische Alphabete*: Das ist das Buch für alle, die alles wollen. 100 Schriften werden hier genau vorgestellt. Besonders hilfreich finde ich, dass auf die Grundstruktur eingegangen wird und auch bei jeden Buchstaben angezeigt wird, wie der Stift oder die Feder zu führen ist. Perfekt, um unterschiedliche Schriften zu üben.

Modern Calligraphy*: Wer sich lieber mit einer modernen Schreibschrift und Spitzfedern beschäftigen möchte, ist mit diesem Buch gut beraten. Leider gibt es keine deutsche Übersetzung, aber die zahlreichen Bilder sind selbsterklärend. Es wird gezeigt, wie die Feder zu halten ist und wie die einzelnen Buchstaben geschrieben werden. Nach diesen grundlegenden Übungen werden zahlreiche Projekte vorgestellt. Darunter finden sich auch Techniken für eine kreative Dekoration und bei jedem Projekt ist eine genaue Anleitung dabei.

Mastering Copperplate Calligraphy*: Noch genauer kann man die Schreibschrift in diesem Buch lernen. Auch hier lernt man zunächst die verschiedenen Strichvarianten der Spitzfeder und übt anschließend jeden Buchstaben einzeln. Die Buchstaben werden wirklich sehr genau beschrieben. Man lernt, auf welche Besonderheiten man bei jedem Buchstaben achten muss und es werden auch fehlerhafte Ausführungen gezeigt. Für mich ist es das beste Buch zum Üben von Schreibschrift mit der Spitzfeder.

Handlettering-Challenge auf Instagram

Handlettering-Instagram-Challenge-Miss-Konfetti

Nachdem ich euch heute die Materialien vorgestellt hab, wird es im nächsten Beitrag noch einige Tipps zum kalligraphischen Schreiben geben. Ich möchte heute auch noch mal an meine Handlettering-Challenge erinnern, die ab Juni auf Instagram startet. Mit kalligraphischen Beiträgen könnt ihr natürlich ebenso teilnehmen, wie mit anderen Handlettering Arten. Ich freu mich, wenn viele von euch mitmachen.

Jetzt startet aber erst mal gut in die zum Glück kurze Woche.

Liebste Grüße Andrea

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6 tolle Kommentare

  • Reply Lea von Rosy & Grey 26. Mai 2015 at 10:46

    Ui, du hast ja schon ein ganz schönes Sortiment an Stiften 😀
    Danke für die Tipps meine Liebe
    Liebste Grüße
    Lea

    • Reply Andrea 8. Juni 2015 at 18:27

      Stifte kann man nie genug haben 😉
      LG Andrea

  • Reply Frau Fofftein 28. Mai 2015 at 8:25

    Ui, toll, ein neuer Beitrag im Bereich Handlettering. Kalligraphie habe ich schon in der Schule gelernt, dort haben wir tatsächlich mal im Kunstunterricht ein ganzes DinA2-Blatt mit einem Gedicht gestalten dürfen. Das hat mir damals schon super viel Spaß gemacht.
    Seitdem habe ich auch mehrere Federn zu Hause und benutze sie immer gerne, wenn es darum geht, schöne Schriftstücke zu erstellen: Briefe, Geburtstagskarten, Tischkarten usw. Für die Instagram-Challenge werde ich sie dann sicherlich auch mal wieder hervorholen.
    Aber der Parallel-Pen klingt auch spannend!
    Viele Grüße, Frau Fofftein

    • Reply Andrea 8. Juni 2015 at 18:27

      Wie cool, das hätte ich in der Schule auch gerne gemacht. Wir haben immer „nur“ gemalt 😉
      LG Andrea

  • Reply Vera 17. April 2016 at 10:54

    Ich mag die Spitzfedern auch am liebsten, weil ich finde die sind facettenreicher. Also zumindest ich kann mit den Spitzfedern mehr anfangen, als mit den Breitbandfedern, weil man mit dem richtigen Druch eigentlich so gut wie jede Schriftart nachahmen kann, die man möchte. Allerdings habe ich mittlerweile auch schon zahlreiche Breitbandfedern gesammelt 😀 Es summiert sich dann irgendwann doch… Nur doof, dass man mit 16 noch nicht so viel Taschengeld bekommt und meins dann immer für Papier, Tinte, Tusche und so weiter drauf geht… Ist meinen Eltern dann aber doch lieber, wenn ich mir neue Utensilien kaufe, als wenn ich mein Geld für Alkohol und Zigaretten aus dem Fenster werfen würde 🙂

    • Reply Vera 17. April 2016 at 10:55

      *Druck 😀

    Yeah, ein Kommentar. Ich freu mich.