HANDLETTERING

Sketchnotes Tipps

Werbung 10. April 2015
Sketchnote-Tipps-MissKonfetti

Lange angekündigt und immer wieder verschoben. Hier kommt er jetzt endlich, mein Beitrag über Sketchnotes. Wer mir auf Instagram folgt, weiß schon länger von meiner Begeisterung für Sketchnotes. Das tollste daran ist nämlich, dass man gar nicht perfekt zeichnen können muss. Sketchnotes sind keine Kunstwerke, sondern eine wunderbare Art, Dinge zu visualisieren.

Für alle, die noch nie etwas von Sketchnotes gehört haben, kommt hier erst mal eine kurze Erklärung. Sketchnotes sind Notizen, die sowohl kleine Zeichnungen als auch Text enthalten. Mike Rohde entdeckte diese Art der Visualisierung, als er die Nase voll davon hatte, auf Konferenzen seitenweise Text zu schreiben und dann doch nie wieder anzuschauen. Er hörte auf, jedes Detail aufzuschreiben, tauschte ein riesiges Notizbuch gegen ein kleines Zeichenbuch und fing einfach an, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Das Ergebnis waren visuelle Notizen, deren Anfertigung auch noch Spaß machte. Perfekt würd ich sagen.

Ich habe letztes Jahr einen Sketchnote-Workshop bei der lieben Frau Hölle besucht und bin seitdem endgültig im Sketchnote-Fieber. Seitdem kritzel ich in Meetings gerne mal vor mich hin und habe auch andere Einsatzmöglichkeiten entdeckt. Ich finde, es ist auch eine tolle Möglichkeit um Erlebnisse festzuhalten. So fertige ich manchmal kleine Sketchnotes als Wochenrückblick an.

Sketchnote-Tipps-MissKonfettiIm Prinzip braucht man nicht viel mehr, als einen Stift und Papier. Ich habe mittlerweile zahlreiche Papier- und Stiftsorten getestet, darüber werde ich in einem gesonderten Blog-Beitrag berichten. Heute möchte ich euch zwei Bücher vorstellen, die mir in meinem Lernprozess eine sehr große Hilfe waren. Geschrieben vom Sketchnote-Meister himself: Mike Rohde.

Sketchnote-Tipps-MissKonfetti

Bereits 2013 kam Das Sketchnote Handbuch (mitp Business)* auf den Markt und es wird zurecht als Pflichtlektüre bezeichnet. Mike Rohde liefert auf über 200 Seiten eine durchdachte Einführung zum Thema Sketchnotes. Das Handbuch beinhaltet folgende Kapitel:

  • Was sind Sketchnotes?
  • Warum Sketchnotes?
  • Zuhören
  • Der Sketchnotes Prozess
  • Sketchnote-Typen
  • Ansätze, Hierarchie & Personalisierung von Sketchnotes
  • Sketchnote-Fähigkeiten & -Techniken

Und natürlich – passend zum Thema – besteht das Buch nicht nur aus Text, sondern ist komplett aus Sketchnotes aufgebaut. An Beispielen herrscht wirklich kein Mangel.

Sketchnote-Tipps-MissKonfetti

Wem das noch nicht genug ist oder wer schon etwas fortgeschrittener ist, dem empfehle ich wärmstens die Fortsetzung: Das Sketchnote Arbeitsbuch (mitp Business)*. Das Arbeitsbuch gefällt mir fast noch besser als das Handbuch, weil es unzählige Inspirationen für den Einsatz von Sketchnotes liefert. Es gibt folgende Kapitel:

  • Sketchnote – Schnelleinstieg & Überblick
  • Ideenfindung mit Sketchnotes
  • Ideen-Mapping mit Sketchnotes
  • Planen mit Sketchnotes
  • Dokumentation mit Sketchnotes
  • Reiseerlebnisse mit Sketchnotes
  • Kulinarische Sketchnotes
  • Filme, TV & Medien mit Sketchnotes
  • Sketchnote-Tipps & Techniken für Fortgeschrittene

In jedem Kapitel finden sich hilfreiche Tipps und ganz viele tolle Beispiele von unterschiedlichen Anwendern. Frau Hölle ist übrigens auch vertreten und das völlig zu Recht. Ich bin ein großer Fan ihrer Sketchnotes und auch ein bisschen neidisch, weil ich das so noch nicht hinbekomme. Aber Übung macht ja bekanntlich den Meister.

Sketchnote-Tipps-MissKonfetti

Sketchnote-Tipps-MissKonfetti

Perfekt muss es auch gar nicht sein. Im Gegenteil. Schnelligkeit beim Anfertigen von Sketchnotes spielt vor allem in Konferenzen und Meetings eine große Rolle. Deswegen werden die Zeichnungen auch sehr vereinfacht dargestellt. Hauptsache, man kann erkennen, was es ist. So zumindest die Theorie.

Jetzt gibt es aber in vielen einen kleinen Perfektionisten, der einen boykottiert, wo er nur kann. Der quäkt einem ständig ins Ohr „ich kann doch gar nicht zeichnen“ und warum auch immer, wir glauben ihm und lassen es einfach. Das finde ich sehr schade, weiß aber auch, wie schwer man diesen Perfektionisten ignorieren kann. Deswegen gibts hier noch meinen:

Pro-Tipp für die kleinen Perfektionisten in uns

Zeichnen kann man lernen. Manche Sehr viele von uns werden niemals ein zweiter Picasso, das ist auch wirklich nicht nötig. Aber ansprechende Sketchnotes kann jeder hinbekommen. Mit ein bisschen Übung. Ich hab früher schon viel gezeichnet und war oft frustriert. Manchmal kam was passables dabei rum, aber wenn dann war es immer nur abgezeichnet. Ohne Vorlage einen Mensch zeichnen: nicht möglich. Selbst an einem Fahrrad bin ich gescheitert. Ohne Vorlage konnte mein Kopf sich nicht vorstellen, wie der Stift zu führen ist, damit da was sinnvolles bei raus kommt. Ich bin noch weit entfernt von perfekt, aber mittlerweile bekomm ich ein – nennen wir es – „erkennbares menschliches Wesen“ hin ohne irgendwo abzumalen. Geholfen haben mir dabei unterschiedliche Zeichenlernbücher, vorallem aus dem Manga- und Comic-Bereich, weil es sich auch da um eine vereinfachte Darstellung handelt.

Das sind einige meiner Bücher, die ich gerne zum üben genutzt habe:
Manga Master Class*
Lebendige Strichmännchen zeichnen: Vorlagen und Anleitungen*
How To Draw Manga: Manga-Skizzen zeichnen*

Wenn die Grundlagen dann sitzen, kann man durch üben, üben und üben mit der Zeit seinen eigenen Stil entwickeln. Meine Menschleins haben zwar Manga-Augen, sonst aber nur wenig mit den japanischen Figuren gemeinsam.

Demnächst stell ich euch verschiedene Materialen vor, die sich für Sketchnotes eignen. Ich hab da mittlerweile einiges durchgetestet und meine Favoriten gefunden.

Falls ihr jetzt auch den Stift schwingen wollt, würde ich mich freuen, wenn ihr eure Sketchnotes bei Instagram zeigt. Verlinkt mich doch einfach in eurem Beitrag (@miss_konfetti) oder nutzt gerne den Hashtag #konfettigedoodle.

Liebste Grüße

Andrea

*Hierbei handelt es sich um Amazon-Links. Wenn ihr über einen dieser Links etwas bei Amazon kauft, bekomme ich von Amazon eine kleine Provision für die Vermittlung.

Das könnte dir auch gefallen

12 tolle Kommentare

  • Reply Lea von Rosy & Grey 10. April 2015 at 10:25

    Hallo meine Liebe,

    cool – das ist mal ein hilfreicher Beitrag 🙂
    Danke für deine ganzen Tips

    Liebste Grüße
    Lea

    • Reply Andrea 12. April 2015 at 9:35

      Liebe Lea,
      freut mich, dass dir der Beitrag gefällt und wünsch dir viel Spaß beim sketchen 😉
      LG Andrea

  • Reply Franzi 10. April 2015 at 15:08

    Hallo Andrea,
    danke für diesen tollen Beitrag! Ich finde Sketchnote toll, habe mich bis jetzt aber noch gar nicht damit beschäftigt. Meine Aufzeichnungen sind auch so schon mit kleinen Zeichnungen versehen, aber da ich mir das für verschiedene Sachen praktisch vorstelle, könnte ich mich damit doch mal intensiver berschäftigen. Würdest du das Arbeitsbuch auch als erstes Buch empfehlen oder muss man schon mit dem Handbuch beginnen?

    LG Franzi

    • Reply Andrea 12. April 2015 at 9:34

      Liebe Franzi,
      da das Arbeitsbuch als erstes Kapitel einen Schnelleinstieg beinhaltet, kannst du auch direkt damit anfangen. Die wichtigste Theorie ist da auch mit drin. Ich wünsch dir ganz viel Spaß dabei.
      LG Andrea

  • Reply soulsister meets friends 11. April 2015 at 11:10

    liebe Andrea,
    mit den Büchern hab‘ ich auch schonmal geliebäugelt … jetzt weiß ich: die müssen ins Haus! Ein toller Post – Danke dafür. Da will man ja sofort loslegen …
    herzlichst Katrin

    • Reply Andrea 12. April 2015 at 9:33

      Liebe Katrin,
      ich wünsch dir viel Spaß beim loslegen und bin gespannt auf deine Ergebnisse, die du uns hoffentlich bei Insta oder FB auch zeigen wirst?

  • Reply Bonner Linktipps am Samstag: Geschwisterliebe, Sketchnotes, 3D und 3 Reisen sowie Frühlingsmucke | Bundesstadt.com 11. April 2015 at 17:12

    […] gra­fisch umge­setzt sind. Gut gefal­len hat mir daher der Bei­trag über Sktetch­no­tes von Miss Kon­fetti, die im Übri­gen in mei­nen Augen einen der schöns­ten Bon­ner […]

  • Reply Sabine 11. April 2015 at 23:03

    Ein toller Beitrag, der Lust auf mehr macht! Bei mir hapert es ja wirklich immer am Üben. Während ich in Naturwissenschaften gar nichts erreiche, egal wie viel ich (gezwungenermaßen damals in der Schule) übe und kämpfe, gehen mir kreative Sachen auf Anhieb erstaunlich leicht von der Hand. Natürlich sind diese Ergebnisse dann aber noch nicht so wie die von einem Geübten – und dann habe ich schon fast keinen Bock mehr, es ist schrecklich 😀 Dieses Wochenende habe ich mich aber mal hingesetzt und Einiges an Handlettering, was mit Sketchnotes ja eng verwandt ist, ausprobiert. Ich hoffe, ich bleibe mal dabei..

    • Reply Andrea 12. April 2015 at 9:31

      Ich kenn diese Vergleiche mit anderen so gut. Aber wenn man dann trotzdem dran bleibt, wird es immer leichter 😉 Und wenn ich mir dein aktuellstes Insta-Bild so anschaue, dann hoffe ich sehr, dass du dabei bleibst.

  • Reply diephotographin 12. April 2015 at 10:23

    Schöne Einführung und danke für den tollen Tipp mit den Manga-Büchern. Die muss ich mir unbedingt mal anschauen.
    Lieben Gruß | Barbara

  • Reply Franzy vom Schlüssel zum Glück 16. April 2015 at 14:49

    Uhhhhh voll toll!
    Mus ich haben die Bücher! ich setz sie mal auf mene Wunschliste (bekomst du dann immernoch eine Provision,wenn ich das Geld zusammen habe? 😉 )

    Danke fürs Zeigen!
    Ganz viele liebe Grüße!

    Franzy

  • Reply Michelle 11. Oktober 2016 at 17:30

    Danke für den Beitrag und die vielen Tipps!
    Ich schiele auch immer ganz neidisch auf die Sketchnotes anderer und denke, sowas will ich auch können. Aber wie du sagst, die Perfektionistin in mir sagt, ich kann das nicht. Dabei weiß ich, dass ich mich einfach nur mal hinsetzen muss und üben muss 😀 Deswegen schaue ich mir auf jeden Fall mal die Bücher an, die du empfohlen hast!

    Liebe Grüße,
    Michelle

  • Yeah, ein Kommentar. Ich freu mich.