WOHNEN

Let’s sketch für mehr Ordnung

16. Januar 2015
Sketchnote Arbeitszimmer Einrichtung

Wohnung umräumen geht immer. Ich weiß gar nicht, warum ich so umräumwütig bin, aber es hat in meiner Kindheit schon frühe Warnzeichen gegeben. Während meine Freundinnen mit ihren Barbies gespielt haben, habe ich mein Kinderzimmer zugebaut. Lego, Playmobil, eine Holzeisenbahn und die Bärenwaldpost mit etlichen Figuren… das war das vorhandene Material. Ich habe ganze Städte daraus errichtet, teilweise auf mehreren Ebenen. Und wenn ich dann endlich nach Tagen damit zufrieden war… hab ich wieder von vorne angefangen.

Später hab ich dann gerne mein Zimmer umgeräumt und früh gelernt, dass es gar nicht so schwer ist, einen Kleiderschrank zu verschieben (getestet auf Teppich und Laminat). Und irgendwann hatte ich dann meine eigene Wohnung und damit sämtliche Freiheiten. Sehr zum Leidwesen vom Mann habe ich meine Vorliebe immer noch nicht abgelegt und so räume ich ca. alle paar Monate mal um. Mal nur ein Zimmer oder einen Teil davon, mal raumübergreifend. Manchmal bedeutet das auch einen kompletten Farbwechsel, also Wände und Möbel streichen.

Ich räum allerdings nicht nur um des Räumens willen. Nein nein. Meistens denk ich mir was dabei. Ich bin nämlich immer noch ein großer Fan von Ordnung aber bei weitem kein großer Fan von Ordnung schaffen. Regel Nummer 1 beim Ordnung halten ist relativ simpel, aber war für mich nie so wirklich leicht umzusetzen.

Jedes Ding braucht einen festen Platz.

Es gab bei mir immer noch Dinge, die keinen richtigen Platz hatten und deswegen immer irgendwo im Weg rumstanden. Oder noch öfter, sie haben einen festen Platz, an den kommt man aber nicht so einfach ran. Unterste Kiste in einem Regal, zweite Reihe im Bücherregal usw. Und oft kauft man dann neue Möbel, damit die Bücher nicht mehr in zwei Reihen stehen müssen. Ergebnis: ein halb leeres neues Regal, auf dem sich automatisch Krempel ansammelt. Und dann ist es voll und man braucht ein neues Regal. Deswegen räum ich so gerne um und versuche, den vorhandenen Platz sinnvoll zu strukturieren.

Sketchnote Arbeitszimmer EinrichtungDabei kann man jetzt entweder einfach loslegen und Möbel von A nach B schieben. Geht auch, ist aber nicht sinnvoll. Wenns dann doch nicht passt, muss alles wieder rückgängig gemacht werden. Ich mach mir deswegen meistens zumindest eine grobe Skizze. Wenn nötig, können da auch leicht Maße eingetragen werden. So sieht man zumindest schon mal, was wo hinpasst, bevor man sich ans Möbel rücken macht.

Das ist allerdings nur die halbe Miete. Mein Ziel ist ja, für alles einen eindeutigen Platz zu finden. Deswegen geh ich noch einen Schritt weiter und überlege mir vorher, was wo rein kommt. Jedes Regalfach und jede Schublade wird beschriftet und so seh ich schon auf dem Papier, ob ich alles unterbekomme.

Sketchnote RegaleinrichtungBesonders für sehr kleinteilige Aufbewahrung eignet sich diese Methode. Mein Bastelmaterial ist mittlerweile sehr umfangreich. Ich hatte es bis vor kurzem sehr reduziert in einigen Schubladen und einem Rollwagen. Weil einfach nicht mehr Platz da war. Der Rest war in Kisten in der Abstellkammer. Ich stempel z.B. nicht so oft, aber jedesmal musste ich die passende Kiste vom Schrank runterhieven und nachher wieder raufwuchten. Das hat genervt.

Deswegen hab ich meine Alex-Flotte ein wenig aufgerüstet. Für die, die es nicht wissen, Alex ist ein Schubladencontainer von IKEA. Super praktisch für ordentliche Kleinteilaufbewahrung. Damit ich die 20 Schubladen nicht mehrfach ein- und wieder ausräumen muss, hab ich mir vorher einen Plan erstellt und genau notiert, was in welche Schublade kommt.

Danach war das Einräumen relativ leicht und auch das Ordnung halten fluppt viel besser. Weil ich genau weiß, was wo hinkommt und ich leicht an alles dran komme.

Wie ist das bei euch? Fällt euch Ordnung halten leicht? Habt ihr feste Plätze für alles? Oder räumt ihr auch gerne mal um?

 

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6 tolle Kommentare

  • Reply Melanie 17. Januar 2015 at 10:04

    Hallo,

    bisher hab ich nur heimlich gelesen, danke für deinen Blog 🙂
    Ganz unkompliziert ist es wenn man die Möbel zuerst aus Papier ausschneidet, dann kann man sie hin und her schieben.

    Viele Grüße und ein schönes Wochenende, Melanie

    • Reply Andrea 18. Januar 2015 at 18:15

      Schön, dass du nun nicht mehr nur heimlich liest 🙂
      Die Möbel ausschneiden ist auch eine gute Idee. Ist mir nur meistens zu viel Arbeit, weil es dann ja maßstabsgetreu sein muss. Und ich weiß mittlerweile, was wo hinpasst 😉

  • Reply Sunray 21. Januar 2015 at 19:48

    Im Möbelrücken war und bin ich auch ganz groß: auf glatten Bodenbelägen eignen sich bei schweren Möbeln auch Topflappen und / oder Geschirrhandtücher. 😉 Du siehst: hier berichtet ein Profi ;D
    Ich mag Ordnung, bin aber auch total gut darin, sie in Sekundenschnelle um mich herum zu verbreiten. Darum mache ich Nachmittags und Abends immer noch eine kurze Aufräumrunde, und versuche, nicht immer zu viel Chaos auf einmal zu verbreiten, wenn ich grade irgendwas am machen bin.

    • Reply Andrea 25. Januar 2015 at 16:26

      Hihi, Topflappen sind auch gut, ich hab bis jetzt immer nur Geschirrtücher genommen. Wobei unter den meisten Möbeln sowieso schon Filzgleiter kleben… Eine wirklich sinnvolle Erfindung 😉 Die kurze Aufräumrunde mache ich auch oft, hatte aber oft das Problem, dass zu viele Dinge keinen wirklichen Platz hatten. Momentan klappt es echt gut.

  • Reply Andrea 31. Januar 2015 at 21:35

    Hallo Andrea,
    Ich bin auch schon den ganzen Januar am Räumen. Ich finde es auch schwer Büro- und Bastelmaterial sinnvoll zu sortieren. Bei mir war alles im ganzen Haus verstreut und ich liebe es, wenn alles ordentlich an seinem Platz ist und tatsächlich ist alles viel leichter, mit dem Aufräumen, wenn man weiss, WAS WOHIN kommt. Aber das hinzubekommen ist wiederum oft nicht so einfach. Wieviele ALEX Kommoden hast du denn mittlerweile ?
    Ganz lieben Dank für Deine schönen Posts, erkenne mich bei dem Thema total wieder 🙂
    Weiterhin viel SPass beim Sortieren 🙂
    Lieben Gruss von Andrea

    • Reply Andrea 10. Februar 2015 at 21:11

      Hallo Andrea,
      entschuldige, dass ich jetzt erst zum Antworten komme, die letzte Woche ist irgendwie einfach verschwunden 😉
      Genau das war es bei mir auch. Gerade der Kleinkram. Ich wusste nie wohin damit. Demnächst zeige ich auch das Ergebnis, was bei meiner Planerei rausgekommen ist. Ich habe mittlerweile 5 kleine Alexe und 2 große. Die Dinger sind einfach perfekt, weil sie nicht so tief sind. Perfekt für übersichtliche Ordnung.

      LG Andrea

    Yeah, ein Kommentar. Ich freu mich.