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My2Cents | Mein Körper & ich – ich find dich scheiße

9. Juli 2015
Andrea-Miss-Konfetti

Heute mach ich mal was, was ich sonst sehr selten mache. Ich zeig euch Fotos von mir und es wird auch noch ziemlich persönlich. Grund dafür ist die liebe Fee, die zu einer Blogparade mit dem Thema „Mein Körper & ich“ aufgerufen hat. Da das Thema bei mir seit ca. einer Woche so aktuell wie schon lange nicht mehr ist, war klar, dass ich da mitmachen muss. Sorry, das ist die zweite Blog-Aktion hintereinander, aber das muss sein. Bevor ich weiter an der Masterarbeit schreibe, muss ich sortiert bekommen, was mir da durch den Kopf geht.

Ich find meinen Körper scheiße. Isso. Ich hab fisselige, dünne Haare mit Wirbeln wo keine sein sollen, ne Problemhaut wie ne 14-jährige und doofe Pigmentflecken, die auch mit viel Wohlwollen nicht mehr als Sommersprossen durchgehen. Aber das ist alles gar nicht so schlimm. Mein Problem ist mein Gewicht. Ich bin zu dick und ich find das oberätzend.

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Als Kind hatte ich absolut keine Probleme und ich würde mal behaupten, ich fand meinen Körper ganz ok. Sofern ich da damals schon drüber nachgedacht hab. Ich hatte vielleicht einen etwas fragwürdigen Modegeschmack (meine Mama schwört, dass ich das alles selbst ausgesucht hab und es toll fand), aber ansonsten war alles prima.

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Danach war ich irgendwie normal, keine Modelmaße, aber auch nicht zu viel auf den Rippen. Ich bin mir relativ sicher, dass ich auch damals irgendwas zu meckern hatte. Welche heranwachsende Frau stört sich nicht an irgendwelchen Dellen, Pickeln oder einer falschen Maßen. Aber ich glaub, so im großen und Ganzen war ich ganz zufrieden mit mir.

So und dann gings erstmal bergab – mit dem Gewicht und meiner Gesundheit. Es gibt ja so ziemlich für die Angst vor allem einen Fachbegriff. Ich hab Emetophobie. Brauch kein Mensch. Das ist übrigens die Angst vor dem Erbrechen. Diese Angst in Kombination mit der falschen Pille, die Übelkeit verursachte, und nem sowieso etwas nervösen Magen führte dazu, dass ich immer weniger gegessen hab. Wer nicht isst, dem kann auch nicht schlecht werden. Klingt einleuchtend. Wer nicht isst, dem gehts aber relativ schnell auch sonst nicht mehr so gut und aus dem ganzen Mist entwickelte ich dann langsam auch unabhängig vom Essen Panikattacken und ne ordentliche Depression. Mit Anfang 20 hatte ich Topmodel-Maße, hat nur keiner gesehen, weil ich depressiv auf der Couch rum lag und jede Aktivität mit Ängsten verbunden war. So wirklich hübsch fand ich mich selbst übrigens auch mit 48 kg nicht mehr. Also zu dünn is auch nix.

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Um das Ganze abzukürzen, ich hatte ne ziemlich beschissene Zeit, war in 2 Jahren zweimal in einer psychosomatischen Klinik für jeweils zwei Monate und hab damit und mit Hilfe von Medikamenten den ganzen Mist so gut wie hinter mir gelassen. Ich wollte niemals Psychopharmaka nehmen und einerseits wünschte ich mir, ich hätte sie nie genommen. Aber irgendwann ging es nicht mehr anders und ich muss sagen, ohne diese Medikamente wäre ich heute nicht da, wo ich jetzt bin. Die doofen Pillen haben mir geholfen und von den doofen Pillen hab ich zugenommen. Das war am Anfang ja noch ein positiver Nebeneffekt, aber wenn es nach mir gegangen wäre, hätte ich so bei Größe 38 einfach aufgehört. Das hat allerdings nicht geklappt.

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Es wurd irgendwie immer und immer mehr und egal, was ich versucht hab, es ging nicht. Ich nehm die Medikamente immer noch und mein Arzt hat mir empfohlen, sie auszuschleichen, damit ich mein Gewicht wieder in den Griff bekomme. Auf ne Mini-Dosis reduziert hatte ich schon ziemlich lange und deswegen dachte ich jetzt, dass mein Monat Urlaub um die Masterarbeit zu schreiben eine gute Gelegenheit wäre, die Dinger ganz wegzulassen. Die machen nämlich auch müde und es war zu erwarten, dass ich erstmal ein paar Schlafprobleme bekomme. Da ich nachts schreibe, wäre das perfekt gewesen.

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Tja, was soll ich sagen. Gescheitert. Ich hatte Anfang Juli die letzte Tablette genommen und gemerkt, wie ich jeden Tag wieder mehr in die Zeit früher zurückgesetzt wurde. Mein Magen hat kein Essen mehr drin behalten und es ging mir richtig schlecht. Also nehm ich seit einigen Tagen wieder meine Mini-Dosis und es wird langsam besser. Ich hatte nicht erwartet, dass ich so schnell nochmal einen solchen Rückfall haben könnte und habe ganz klar gemerkt: lieber zu viel Gewicht, als nicht normal essen zu können.

Ich würd jetzt gerne sagen, dass ich mit mir im Reinen bin und gelernt habe, meinen Körper auch so zu lieben. Aber das wäre gelogen. So richtig kann ich mit ihm immer noch keinen Frieden schließen. Ich fühle mich einfach unwohl in meiner Haut. Ich werde weiter versuchen, auch mit Tabletten abzunehmen und ich werde auch weiter versuchen, diese Dinger irgendwann ganz loszuwerden. Aber das erste Ziel lautet erstmal nur: stabil werden. Sowas will ich echt so bald nicht noch mal haben und im Zweifel lieber psychisch gesund, als ne Top Bikini-Figur. Lebensfreude ist verdammt viel wert, sag ich euch.

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So bin ich jetzt also immer noch ich – immer noch mit diesen doofen Medikamenten und immer noch mit einer psychischen Vorgeschichte, die ich wahrscheinlich nie so komplett loswerde. Und immer noch mit einigen Kilos zuviel auf den Rippen. Für den Moment ist das ok, nicht gut, aber auch keine Katastrophe. So isses jetzt nunmal.

Ich hab lange überlegt, ob ich bei dieser Blogparade mitmache und vor allem, wie sehr ich ins Detail gehe. Ich hab mich dafür entschieden und ich hab euch so ziemlich alles erzählt. Ich bin von Anfang an mit meiner Erkrankung sehr offen umgegangen und habe damit noch nie schlechte Erfahrungen gemacht. Ich schäme mich auch nicht dafür und es ist nunmal ein Teil von mir. Außerdem ist bald schon die nächste Blogst und ich hab immer noch nicht mutgebloggt 😉

Liebste Grüße Andrea

 

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32 tolle Kommentare

  • Reply Merle 9. Juli 2015 at 13:11

    Danke für Deine mutigen und offenen Worte. Und ich mag Dein kleines Lächeln auf dem letzten Bild. Das ist irgendwie so zuversichtlich :o)
    Liebe Grüße Merle aka fraumasulzke

    • Reply Andrea 9. Juli 2015 at 14:07

      Danke für deine lieben Worte, Merle. Als zuversichtlich denkenden Mensch hab ich mich selten betrachtet aber wenn ich darüber nachdenke, stimmt es wohl wirklich. Macht vielleicht das Alter 😉
      Liebe Grüße Andrea

  • Reply Manuela 9. Juli 2015 at 13:56

    Danke für die offenen Zeilen. Sehr mutig! Hab auch meine Erfahrungen mit Pillen gemacht…hab es geschafft sie abzusetzen was alles andere als einfach war.
    Allerdings hab ich für mich einen neuen Zugang gefunden: Tag für Tag – damit komm ich sehr gut zurecht inkl der dazugehörigen Kilos 😉

    Diesen Spruch mag ich gerne: Sich Sorgen zu machen ist wie die Wolken von morgen über die Sonne von heute zu schieben.
    Dann doch lieber nur die Sonne von heute genießen.

    • Reply Andrea 9. Juli 2015 at 14:08

      Ein passender und sehr schöner Spruch. Den häng ich mir am besten in ganz groß an den Spiegel. Und Glückwunsch, dass du jetzt ohne Pillen klar kommst. Das ist ne tolle Leistung 😉

      LG Andrea

  • Reply Cori 9. Juli 2015 at 17:19

    Hallo Andrea,
    ich bin dank FB über diesen Bloggpost gestolpert. Für gewöhnlich schreibe ich nicht einfach so fremden Leuten, doch nachdem ich diesen Post gelesen habe, möchte ich doch ein paar Gedanken mitnehmen. Vielleicht helfen sie dir, vielleicht denkst du dir auch einfach „Was für eine blöde Kuh.“. Was beides in Ordnung ist.

    Du schreibst, dass du zu dick bist und zuviel auf den Rippen hast. Ich sah mir die (vermutlich) aktuellen Bilder am Ende des Posts an und dachte mir „Öh, vielleicht ist das linke Ohrläppchen zu dick, möglicherweise hat sie auch einen Knollzeh, aber ansonsten ist das doch eine sehr schöne Frau!?“ Warum ich das so sehe? Ich halte nichts von Sätzen wie: „Ich bin so dick, ich muss abnehmen!“, denn ich selbst bringe – ich lege hier mal harte Fakten auf den Tisch – 164 Kilo auf die Waage. Wenn dann eine Frau neben mir steht, die bei gleicher Größe ca. 80 Kilo auf die Waage bringt (was laut BMI ja immer noch zuviel ist), die am Bäuchlein ein paar Fettpölsterchen hat und die eben nicht in Größe 38 sondern eher in 42 passt, möchte ich am liebsten ausholen und eine Kopfnuss geben.
    Natürlich muss man sich in seinem Körper wohlfühlen! Gar keine Frage! Aber wichtig sind auch andere Fragen: Bin ich wirklich so dick, dass es gesundheitsschädlich ist? Nehme ich permanent weiter zu oder hänge ich einfach nur auf diesem Gewicht fest? Verursacht es Probleme wie Bluthochdruck, Diabetes, kaputte Gelenke? Wenn nicht, dann schau dir Frauen wie mich an und bedenke: Es gibt Frauen oder eigentlich überhaupt Menschen, denen geht es mit ihrem Gewicht wesentlich schlechter und auch ohne Tabletten, die den Stoffwechsel blockieren oder auf andere Weise das Abnehmen schwer machen, ist Abspecken nicht mal eben gemacht.
    Und wichtig ist doch auch: welcher Mann oder Frau mag Hungerhaken? Das sagen sie alle, aber am Ende brauchen sie ja doch etwas zum Festhalten 😉

    Modelmaße brauchen nur Modelabel. Menschen brauchen Menschen und zum Mensch sein gehört auch einfach nicht perfekt zu sein.

    Was ich also damit sagen möchte: in meinen Augen bist du sehr schön (von den Haaren, über die hübschen Pigmentflecken bis zu den Rundungen), denn manchmal ist weniger eben doch nicht mehr 🙂

    Trotz meinen Worten möchte ich dir trotzdem viel Kraft wünschen, dass du es schaffst, auch ohne die Tabletten leben zu können. Denn grundsätzlich ist es immer besser ohne Medikamente auszukommen. Wenn die Pfunde dann schmelzen – gut! Wenn nicht – dann bist du immer noch schön 🙂

    In diesem Sinne, viele Grüße
    Cori

    • Reply Andrea 9. Juli 2015 at 18:39

      Liebe Cori,
      vielen Dank für deinen Kommentar. Ich denke überhaupt nicht „Was für eine blöde Kuh“. Ich kann dich sogar total gut verstehen. Ich denke nämlich genauso, wenn sich 20 kg weniger wiegende Frauen bei mir darüber beschweren, dass sie zu dick sind. Allerdings hilft es mir leider nicht zu wissen, dass es durchaus noch schlimmer sein könnte. Ich trete nach außen recht selbstbewusst auf, auch mit meiner Größe 44. Aber ich fühle mich nicht damit wohl. Vielleicht ist es noch nicht mal die Figur an sich, sondern die Tatsache, dass ich anscheinend ohne Medikamente kein normales Verhältnis zum Essen haben kann. Und glaub mir, mich zum essen zwingen zu müssen empfinde ich noch als viel schwerer, als zu versuchen, weniger zu essen.

      Ich wollte auf keinen Fall sagen, dass Abnehmen ohne Medikamente einfach ist. Ehrlich gesagt habe ich das noch nie versucht. Und ich bewundere Menschen, die mit ihrem Körper im Reinen sind – egal wie er aussieht. Ich bekomm das leider nicht hin. Und am meisten fuchst es mich, dass es auch da mein doofes Hirn ist, das mir einen Strich durch die Rechnung macht. Ich bin ansonsten körperlich gesund – von suboptimalen Blutwerten mal abgesehen – und dafür sollte ich wohl dankbar sein. Das bin ich meistens auch, aber wenn ich im Sommer einfach nicht schwimmen gehe, weil ich niemandem diesen Anblick zumuten möchte, dann setzt die Dankbarkeit auch mal aus.

      Ich stimme absolut mit dir überein, dass das Innere zählt. Und dass ein bisschen mehr Akzeptanz in Sachen Aussehen schon lange überfällig ist. Anderen gegenüber habe ich sehr viel Akzeptanz, mir gegenüber ist das noch ausbaufähig. Aber ich arbeite dran 😉

      Danke für deine lieben Worte, ich versuche sie mir zu merken.

      Liebe Grüße Andrea

  • Reply Biene 9. Juli 2015 at 17:42

    Vielen Dank für diesen tollen und ehrlichen Beitrag!

    Erstmal möchte ich sagen: Ich finde, du siehst toll aus! Natürlich muss man sich mit seinem Gewicht selber wohlfühlen, aber ich finde oft, dass gerade die Leute mit ein paar Kilos zuviel eigentlich ziemlich hübsch aussehen.

    Ich selbst leide auch an Emetophobie, deshalb kann ich vieles was du schreibst sehr gut nachvollziehen.

    Ich hoffe sehr für dich, dass du irgendwann dein perfektes Gewicht findest und zufrieden mit dir sein kannst. Auch wenn ich dich nicht persönlich kenne, kann ich nur sagen, dass ich dich ganz klasse finde! Ich lese deinen Blog wirklich gerne und habe auch deinen alten Blog schon verfolgt.

    Ich wünsche dir alles alles Gute und viel Kraft für die Zukunft!

    Liebe Grüße, Biene

    • Reply Andrea 9. Juli 2015 at 18:43

      Liebe Biene,
      vielen Dank für deine lieben Worte. Ich finde es erschreckend, wie viele Menschen Probleme mit irgendwelchen Phobien haben, aber andererseits tröstet es auch, dass man nicht allein damit ist, oder? Ich wünsch dir auf jeden Fall auch, dass du gut damit leben kannst und es dich nicht zu sehr einschränkt.

      Liebe Grüße Andrea

  • Reply Katrin / soulsister meets friends 9. Juli 2015 at 19:51

    liebe Andrea,
    du traust dich was: Respekt! Ich glaube es ist ein langer Weg, bis man bei sich selbst ankommt. Und da gehören Höhen und Tiefen blöderweise dazu. Medikamente können hilfreich sein – ich denke, wenn das allgemeine Wissen darum größer wäre, gäb’s auch nicht so viele doofe Ansichten über Psychopharmaka. Dann wären die ganz normal, so wie Kopfschmerztabletten. Konzentrier dich jetzt mal auf deine Masterarbeit … um alles andere kannst du dich später noch kümmern! Und ja: tolle Fotos … und ich rede hier nicht von dem, wo du mit 48 Kilo auf der Couch liegst. Drück‘ dich aus der Ferne & hoffe, dich bald mal wieder zu sehen.
    herzlichst Katrin

    • Reply Andrea 9. Juli 2015 at 20:52

      Liebe Katrin,
      danke für deine lieben Worte. Ich antworte dir auch gleich auf deine Mail. Wir müssen dringend mal nen Kaffee hinbekommen – zwischen meinen Baustellen will ich mir für sowas unbedingt Zeit nehmen :-*

      Liebe Grüße Andrea

  • Reply Fee ist mein Name 9. Juli 2015 at 20:32

    Danke für deinen Beitrag <3! Ich habe ihn auch gerade bei mir verlinkt! Super, dass du so offen mit deiner Situation umgehst!

    • Reply Andrea 9. Juli 2015 at 20:54

      Danke liebe Fee, dass du das Thema mal zur Sprache gebracht hast. Schade, dass es im November wahrscheinlich zu kalt ist, sonst könnten wir uns vornehmen, die Blogst Party im Minirock zu rocken – ohne Strumpfhose versteht sich 😉

      Liebe Grüße Andrea

  • Reply Grit 9. Juli 2015 at 21:20

    Liebe Andrea,

    Einen wirklich beeindruckenden Beitrag hast Du geschrieben. Man kann aus Deinen Zeilen deutlich Dein Unwohlsein herauslesen.

    Was mir unheimlich hilft, ist einfach positiv alles zu sehen. Du nimmst Tabletten und es geht Dir super. Du siehst unheimlich hübsch aus und hast wundervolle Augen. Ich mag Deine ganze Erscheinung. Du hast bestimmt auch Humor und bist hilfsbereit oder hast ganz viele andere gute Eigenschaften. Wenn man sich all diese Besonderheiten immer wieder aufführt werden die anderen Dinge die man doof findet viel viel kleiner und unbedeutender. Und nur wer glücklich und zufrieden ist, strahlt das auch aus. Und da ist es sowas von egal ob Du nu ein bisschen mehr auf den Rippen hast.

    Du bist toll! Eine super Masterarbeit wünsche ich Dir. Auf das alles gelingt was Du Dir vornimmst!

    Herzliche Grüße
    Grit

    • Reply Andrea 9. Juli 2015 at 21:29

      Liebe Grit,
      auch dir vielen Dank für deine lieben Worte. Ich kann das alles unterschreiben und irgendwann war ich auch mal ein positiv denkender Mensch – glaub ich. In meiner schlimmen Zeit ist viel davon verloren gegangen, aber zum Glück kommt es zurück und wird immer besser. Mein Unterarme und Finger find ich z.B. ziemlich toll, die bleiben nämlich immer gleich, egal wie viel ich wiege 😉 Und ich sollte dringend anfangen, etwas netter zu meinem Körper zu sein, ansonsten ist er nämlich auch recht gut zu mir. Es dauert vielleicht noch ein bisschen, aber mittlerweile sehe ich recht positiv in die Zukunft.
      Liebe Grüße Andrea

  • Reply Mel_S 9. Juli 2015 at 21:22

    Liebe Andrea!
    Hier sitze ich vor deinem Blogbeitrag und nicke heftigst mit dem Kopf. Wunderbarst mutgebloggt – mehr geht nicht, würde ich sagen. Ich ziehe den Hut. Danke für dein Vertrauen. Und viel Erfolg für jedes Kilo, jedes Pfund, ach was, für jedes Gramm.
    Liebe Grüße aus Hamburg Melanie PS: Ich mag deine Sommersprossen/Pigmentflecken. Meine Haut ist einfach nur klakweiß ;o)

    • Reply Andrea 9. Juli 2015 at 21:31

      Danke liebe Melanie für die lieben Worte. Ich schick dir ein paar meiner Sommersprossen nach Hamburg, das reicht locker für zwei 😉

      Liebe Grüße Andrea

  • Reply Manu van der Hoeven 9. Juli 2015 at 22:21

    Liebe Andrea, dein Betrag hat mich nicht losgelassen, vielen Dank dafür! Nach der Lektüre und dem Betrachten deiner Bilder waren mein ersten Gedanken: Sie ist mutig, hübsch, sie hat eine schöne weibliche Figur, eine tolle Ausstrahlung… All diese Gedanken sind richtig und doch verstehe ich gut, dass du es noch nicht so sehen kannst und dass sich das an manchen Tagen schlimm anfühlt. Tatsächlich vergleichen wir uns oft mit anderen, und das, was wir bei anderen gut akzeptieren können, sehen wir seltsamerweise bei uns selbst besonders kritisch. Das, was uns an anderen gefällt, wollen wir für uns auch: die tolle Haut, die Superoberweite, die langen Barbiebeine. Dummerweise ist es das nur beim Chirurgen in Einzelteilen erhältlich, wenn überhaupt. Ansonsten sind wir jede für sich ein Gesamtkunstwerk ohne Umtauschrecht. Das anzunehmen ist oft höllisch schwer. Pigmentflecken hab ich seit meiner Kindheit und zwar die großen, weißen. Ich fand das von Anfang an echt übel, das Beschwichtigen nach dem Motto „Nicht schlimm, tut ja nicht weh, du bist doch schön.“ hat mir da gar nicht geholfen. Blöde Gefühle kann man nicht einfach wegmachen, drüber reden, bloggen, weinen, lachen, das hilft und das kannst du!!!
    Alles Liebe Manu

    • Reply Andrea 9. Juli 2015 at 22:35

      Liebe Manu,
      ich danke dir für deinen lieben Kommentar. Eine Schönheits-OP käme für mich interessanterweise übrigens nie in Frage, selbst wenn ich das Geld hätte. Das wäre dann nicht mehr ich irgendwie. Mal abgesehen davon, dass ein bisschen Speck dafür auch absolut keinen Grund darstellt. Wegmachen kann man die blöden Gefühle wirklich nicht und die oft gut gemeinten Sätze von Freunden helfen auch nicht. Aber mir hat das drüber schreiben heute wirklich geholfen und auch zu lesen, wie andere das sehen, tut gut.

      Liebe Grüße Andrea

  • Reply Ladystil 9. Juli 2015 at 22:52

    Hi Andrea,
    ich habe auch, mal mehr, mal weniger Kilos zuviel auf der Waage. Ich habe quasi zwei Kleiderschränke! Einen für Sommer- und einen für Winterklamotten, wobei mir die Sommer-Jeans im Winter nicht ansatzweise passen würden! Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass das Sich-selber-Wohlfühlen eine extrem wichtige Rolle spielt. Allerdings bin ich auch der Meinung, dass Normal-Frau einfach keine Modelmaße haben muss! Die Ausstrahlung macht es aus, ob ein Mensch hübsch und sympathisch rüberkommt oder nicht! Und da bist Du ganz vorne mit dabei! Fühl Dich gedrückt! Moni

    • Reply Andrea 9. Juli 2015 at 22:55

      Liebe Moni,
      von daher ist es wenigstens praktisch, dass Weihnachten nicht im Sommer ist. Das wäre Bikinimäßig der Supergau 😉
      Danke für deine lieben Worte. Ausstrahlung ist wirklich das A und O. Ich selbst kenne viele nicht ganz dünne Menschen mit einer phantastischen Ausstrahlung. Bei mir selbst bin ich da leider zu streng.
      Liebe Grüße Andrea

  • Reply Wonnie 10. Juli 2015 at 13:45

    <3

  • Reply Alizeti 10. Juli 2015 at 21:37

    Liebe Andrea,ich finde es toll, dass wir uns beide (und noch viele mehr) getraut haben über unseren Körper zu schreiben. Ich weiss es brauchte Mut. Ich mag deine Bilder, besonders das wo du an einem Zaun stehst und das erste gefallen mir sehr gut. Ich wünsche dir viel Kraft und Zuversicht für deinen weiteren Weg!
    Liebe grüsse Alizeti

    • Reply Andrea 15. Juli 2015 at 17:30

      Liebe Alizeti,
      danke für deinen netten Kommentar. Ich find es toll, wie positiv du jetzt schon über dich in deinem Beitrag gesprochen hast. Du bist auf nem guten Weg 😉
      LG Andrea

  • Reply mrs.columbo 11. Juli 2015 at 20:38

    schön, dass du dich überwunden hast und dich in diesem post für andere geöffnet hast. ich kann deine situation zum teil gut nachvollziehen. ich hatte so schön abgenommen (14 kg!) und dann musste ich wegen chronischer schmerzen antidepressiva nehmen – schwupps, alles wieder oben. aber nicht nur das, mein tempo wurde immer schneller und so hab ich die medis wieder reduziert. das ergebnis panikattacke und massive blutdruckkrise. jetzt weiß ich, dass ich die medis weniger wegen der schmerzen als wegen meiner psyche brauche und zwar aus alle fälle bis zum ende der wechseljahre – auch sowas, das keiner braucht. und ich hab erkannt, dass ich jetzt diese speckschicht als schutz für mein verletztes und verunsichertes ich brauche, also muss ich mich damit arrangieren.
    danke für deine offenen worte, manchmal hab ich nämlich das gefühl ganz allein mit diesem problem zu sein …
    lieben gruß, susi
    p.s. ich finde deine augen sehr ausdrucksstark, das kleine lächeln um deinen mund sehr einladend und menschen mit einer kleinen, geraden nase beneide ich sowieso immer!

    • Reply Andrea 15. Juli 2015 at 17:32

      Liebe Susi,
      danke für deine lieben Worte. Mit den Wechseljahren kenn ich mich (zum Glück) noch nicht aus, aber ich hab so ne Vermutung, dass ich das wirklich auch nicht brauchen werde 😉
      Aber du bist auf keinen Fall allein mit diesem Problem und ich finde es stark von dir, dass du dich mit der Situation arrangieren willst. Ich arbeite da noch dran.

      Liebe Grüße Andrea

  • Reply Kati von malamü 20. Juli 2015 at 20:04

    Liebe Andrea,

    auf Insta hab ich glaub ich schon kommentiert….ein toller Beitrag und ich habe großen Respekt
    vor deinem mutigen Post!
    Aber vor allen Dingen freu ich mich, dass ich dich auf der Blogst kennenlerne…und wenn da Zeit für ein persönliches Wort ist…supergerne. Ich hätte auch eine Geschichte zu erzählen.

    GLG
    Kati

    • Reply Andrea 26. Juli 2015 at 23:34

      Danke liebe Kati, oh da freu ich mich aber auch, dich mal kennenzulernen. Der Erfahrung nach ist immer zu wenig Zeit für Gespräche, aber das kriegen wir schon hin 😉

      Liebe Grüße Andrea

  • Reply Die Rabenfrau 22. Juli 2015 at 22:00

    Liebe Andrea, wir leben leider in einer Zeit, in der dünn sein modern ist und als besonders schön angesehen wird. Auch, wenn wenn wir wissen, dass die Models in Wirklichkeit Hungerhaken sind und meistenteils von Mineralwasser und Papiertaschentüchern leben und zudem auch noch gephotoshopped werden, sind sie doch schon allein durch ihre Allgegenwärtigkeit zu eingebauten Vorbildern bei uns geworden. Ja, wir wissen das genau, und trotzdem finden wir diese Kleiderbügelfiguren hübscher als unsere „Lovehandles“. Dazu kommt, dass wir molligen Frauen auch noch Schwierigkeiten haben, hübsche Klamotten zu bekommen. T-Shirts und Pullis sind zu kurz, Kleider und Blusen haben Unmengen von hässlichen Rüschen, die von unseren figürlichen Mängeln ablenken sollen. Außerdem finde ich die Qualität auch oft ziemlich mies, so als ob wir keine wertigen Kleidungsstücke verdienten. Seit einiger Zeit schaue ich mir die dünnen Damen in den Modezeitschriften nicht mehr so genau an. Vielleicht hilft es ja, mein inneres Vorbild zu wieder zu verändern. Ich finde übrigens auch, dass du hübsch aussiehst. Mir gefallen besonders deine Sommersprossen.
    Grüßle
    Ursel

    • Reply Andrea 26. Juli 2015 at 23:32

      Danke Ursel, für deinen lieben Kommentar. Vor allem das mit den Klamotten find ich doof, da hast du Recht. Es würde auf jeden Fall mehr Sinn machen, sich seine „Vorbilder“ außerhalb von gefotoshoppten Zeitschriften zu holen, ich drück dir die Daumen, dass es klappt.

      Liebste Grüße Andrea

  • Reply Sonja 22. August 2015 at 23:26

    Hallo Andrea,

    ich habe deinen Text gelesen und wenn es dich ein bisschen tröstet, du bist mir dem Problem nicht alleine. Nehme auch Medikamente und versuche seit Jahren mehr oder weniger erfolgreich die blöden Kilos wieder loszuwerden. Als ob die Depressionen allein nicht Strafe genug wären. Früher hatte ich zumindest nie Probleme mit meinem Gewicht.

    Mittlerweile sage ich mir, es gibt wichtigeres im Leben als Modelmaße, und wer mich mit ein paar Kilo mehr nicht mag, der kann mir gestohlen bleiben. Aber ich kann gut verstehen, dass einen das runterzieht. Es nervt, wenn man keine schönen Klamotten findet, und nein, ich will auch nicht nur noch von Salat leben.

    Also ich finde das Foto von dir schön.

    Lass dich nicht unterkriegen!
    Sonja

    PS: Dein Blog ist übrigens absolut toll. Finde es beruhigend zu wissen, dass es da draußen noch andere Verrückte gibt die für alles eine Liste haben. 🙂

  • Reply nane 14. September 2015 at 22:27

    Hallo Andrea,
    eigentlich ist schon alles gesagt. Dein Körper ist gut so wie er ist. Stress dich nicht mit einer Wunschfigur. Ich war früher massiv untergewichtig. Einfach so. Ständig wurde ich gehänselt. Ich hab gefuttert wie blöd. Keine Veränderung. Nach der Schwangerschaft wieder ratz fatz mein Gewicht gehabt. War am Bauch nur ein bisschen weicher als vorher 🙂 Dann kam die 3-Monats-Spritze und ich hab plötzlich zugenommen. 20kg in einem Jahr. Hab mich gefühlt wie ein Elefant. Spritze abgesetzt, Gewicht ging ein bisschen runter. Aber nur wenig. Mittlerweile bin ich bei 1,81m und 95 kg eigentlich noch immer zu schwer, aber es ist mir egal. Es gibt so viele wichtigere Dinge, über die ich mir den Kopf zerbrechen kann. Meine Figur will ich einfach nicht mehr zum Problem machen. Es wird anderen sowieso nie Recht sein, wie ich aussehen. Es ist vollkommen egal, ob ich „zu wenig“ wiege oder „zu viel“. Irgendwer meckert immer. Mach mal die Augen zu 🙂 Kennst du „Der kleine Prinz“? „Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar. Nur mit dem Herzen sieht man gut“ Was wirklich in dir steckt, was dich wirklich ausmacht, das siehst du nicht im Spiegel.
    Viele Grüße
    nane

  • Reply Jessica 7. April 2016 at 23:33

    Liebe Andrea,

    durch Zufall bin ich über Deinen Blog gestolpert und irgendetwas an Deiner Art zu schreiben ließ mich eine lange Zeit hier verweilen, bis ich diesen Eintrag von Dir lesen durfte, der ja nun bereits einige Monate alt ist. Zuallererst möchte ich Dir danken für Deine Offenheit, deinen Vertrauensvorschuss, deine wundebare, erfrischende Art, Zuversicht zu schenken. Danke, danke, danke!
    Ich selbst habe ebenfalls die ein oder andere Erfahrung mit Psychopharmaka sammeln dürfen und ich nehme aktuell die niedrigste Dosis meines Antidepressivums. Zweimal hatte ich versucht, sie abzusetzen und zweimal musste ich einsehen, dass ich noch nicht so weit bin. Das ist okay, ich habe akzeptiert, dass ich noch etwas Unterstützung benötige.
    Du bist eine wahnsinnig starke Frau und sieh Dir diese AUGEN an, sie sind der Hammer, sie erzählen tausend Geschichten, Strahlen eine Weisheit aus, die unbezahlbar ist und glänzen vor bildhübscher, ehrlicher Schönheit.
    Ich kann mir vorstellen, wie es ein emotionales Feuerwerk sein mussste für Dich, so offen und authentisch über Deinen Körper und Dich zu sprechen. Wir müssen nichts bereuen und wir müssen nichts hinter uns lassen. Wir dürfen, wir sollten stolz sein und DANKBAR für alles, was wir erlebt haben. Wir haben keine Fehler gemacht. Wir haben Entscheidungen getroffen. Und wir sind an ihnen gewachsen. Wahnsinn, wie Du an Dir selbst gewachsen bist. Respekt, Andrea. Und Dankeschön! Du hast mir Mut und Kraft und Liebe geschenkt, mit deren Hilfe ich auch weiterhin einen Fuß vor den anderen setzen werde. Alles Gute, meine Liebe!

  • Yeah, ein Kommentar. Ich freu mich.