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Finanzen im Griff mit dem Haushaltsbuch

24. Februar 2015
Haushaltsbuch Freebie zum Ausdrucken

Auf meinem alten Blog war das Thema Haushaltsbuch und die Formulare dazu sehr begehrt. Daher möchte ich euch das auch hier nicht vorenthalten. Ein Haushaltsbuch hilft nicht nur, einen Überblick über die eigenen Finanzen zu bekommen, sondern auch vorhandenes Sparpotenzial zu erkennen. Es gibt so Naturtalente was Finanzen angeht, ich gehöre da leider nicht dazu. Wie sagte meine Mutter mal so treffend? „Sparen liegt uns nicht“ 😉

Ich habe es auch lange nicht geschafft, ein Haushaltsbuch wirklich regelmäßig zu führen und vorallem, mich intensiver damit zu beschäftigen. Seit einigen Monaten klappt es jedoch sehr gut und ich habe mich seitdem nie wieder fragen müssen, wieso ab der Monatshälfte kein Geld mehr vorhanden ist.

Im Optimalfall sollte nach Abzug der regelmäßigen und der variablen Kosten am Ende des Monats noch ein Überschuss bleiben. Dazu reicht zwar ein Blick auf den Kontostand, doch spätestens bei einem Minus davor sollte man sich etwas näher damit befassen, wo denn das ganze Geld geblieben ist.

Ich habe mir ein Formular erstellt, das für einen Monat ausreicht und in drei Bereiche unterteilt ist. Der erste ist die Übersicht über den kommenden Monat.

Haushaltsbuch Freebie zum AusdruckenHier trage ich alle meine Einnahmen und die festen Ausgaben ein. Anhand meiner kompletten Jahresübersicht über feste Einnahmen und Ausgaben ist dieser Teil sehr einfach zu erledigen. Das Übersichtsformular hänge ich euch nochmal an den Beitrag dran. Die Zahlen sind übrigens ganz willkürlich gewählt. Ich wollte euch aussagekräftige Bilder zeigen, ohne meine Finanzen im Detail zu offenbaren. Rückschlüsse auf mein Konsumverhalten sind also nicht möglich ;-)

Anhand dieser Übersicht kann ich schon mal sehen, wie viel Geld ich im kommenden Monat zur Verfügung habe. Der nächste Teil umfasst die unregelmäßigen Ausgaben.

Zu den variablen Ausgaben zählen:

  • Lebensmittel
  • Haushaltsprodukte
  • Hygieneartikel
  • Fortbewegung (Benzin, Fahrkarten etc., sofern sie nicht unter die regelmäßigen Ausgaben fallen)
  • Kommunikation (nutzungsabhängige Kosten für Telefon, Handy, Internet)
  • Gesundheit (Medikamente)
  • Kleidung
  • Tierhaltungskosten
  • Ausgaben für Freizeitgestaltung
  • Geschenke

Haushaltsbuch Freebie zum AusdruckenIch habe mich dazu entschlossen, möglichst detaillierte Kategorien zu finden. Das ist sicher nicht für jeden etwas, aber mir fällt es leichter, um mögliche Sparquellen zu entdecken. Auch wenn das manchmal weh tut. Dann zeigt sich nämlich gnadenlos, für welche Dinge man mal wieder unnötig Geld ausgegeben hat. Wir Frauen bräuchten eigentlich eine Kategorie „Brauch ich nicht, will ich aber trotzdem haben“, ob man so weit geht, muss jede(r) für sich selbst entscheiden ;-) Um nicht zu festgelegt zu sein, habe ich in meinem Formular Platz für sechs Überkategorien gelassen. Unter diese Überkategorien sortiere ich dann meine Unterkategorien ein. Das sieht zum Beispiel so aus:

  • Lebensmittel: Bäcker, Kantine, Supermarkt
  • Kleidung: Klamotten
  • Wohnung: Haushaltsartikel, Deko, Elektro
  • Beauty: Friseur, Drogerieartikel
  • Freizeit: Party, Ausflüge, Restaurants, Cafés
  • Sonstiges: Porto, Apotheke, Tanken

Haushaltsbuch Freebie zum AusdruckenDiese Unterteilung hat sich bei mir bewährt, ihr könnt sie natürlich euren Bedürfnissen anpassen. Daher habe ich die Oberkategorien noch nicht eingetragen. Wer beispielsweise viel reist, könnte eine Extrakategorie dafür anlegen, unter die dann Kosten für das KfZ, Spritkosten, Parkkosten oder Kosten für öffentliche Verkehrsmittel fallen könnten. Überlegt euch, wofür ihr Kategorien braucht und teilt euer Haushaltsbuch danach ein.

Wichtig ist, wirklich jede kleine Ausgabe regelmäßig aufzuschreiben. Das erfordert zu Beginn einiges an Disziplin, aber mit der Zeit läuft es automatisch. Ich habe mir angewöhnt, mir immer die Kassenzettel geben zu lassen. Kleinere Ausgaben ohne Zette notiere ich auf meinem Handy, um sie nicht zu vergessen.

Fast genau so wichtig wie das Aufschreiben ist, meiner Meinung nach, der dritte Teil meines Formulars: die Auswertung.

Haushaltsbuch Freebie zum AusdruckenHier notiere ich alle meine Kleinkategorien und rechne zusammen, was ich in jeder im Laufe des Monats ausgegeben habe. Unten ist dann Platz für eine kurze Bilanz und eine Bewertung des Monats. Wie viel habe ich eingenommen, wie viel habe ich ausgegeben? Was bleibt unterm Strich übrig oder habe ich mehr ausgegeben, als ich eingenommen habe?

So erkenne ich sehr schnell, ob ich den Monat über gut gehaushaltet habe. Besonderns, wer gerne mal zu wenig Geld zur Verfügung hat, sollte die Monatsbewertung ernst nehmen. Ein Blick auf die Kategorien zeigt schnell, wo man vielleicht unnötig viel Geld ausgegeben hat und wo für den nächsten Monat Sparpotenzial liegt. Wer sich ein bisschen damit beschäftigt, wird merken, dass es gar nicht so viel Arbeit ist und dass man damit wirklich sparen kann.

Hier könnt ihr euch sowohl die Jahresübersicht, als auch das Haushaltsbuch für einen Monat runterladen und beliebig oft ausdrucken.

Finanzuebersicht
Finanzuebersicht
Finanzuebersicht.pdf
Haushaltsbuch
Haushaltsbuch
Haushaltsbuch.pdf

Nutzt ihr schon ein Haushaltsbuch? Oder kommt ihr einfach hin mit dem Geld und mehr interessiert euch nicht?

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11 tolle Kommentare

  • Reply Die Rabenfrau 24. Februar 2015 at 19:13

    Eine Weile habe ich mal Haushaltsbuch auf dem Rechner geführt, mit Hilfe eines kleinen Programms ging das ganz gut. Leider habe ich es irgendwann mal schluren lassen, und so ist es dann wieder unterblieben. Schade eigentlich! Obwohl wir ganz gut hinkommen mit unseren Finanzen, wäre eine bessere Übersicht nicht schlecht…
    Grüßle
    Ursel

  • Reply Jenny 28. Februar 2015 at 9:57

    Ich führe seit Anfang dieses Jahres auch ein Haushaltsbuch, und muss sagen das ich seit dem meinen Finanzen deutlich besser im Griff habe, so das öfters auch mal ein bisschen was aufs Sparbuch wandern kann.

    • Reply Andrea 8. März 2015 at 16:53

      Ist echt faszinierend, wie viel Geld da manchmal übrig bleibt, wenn man genau weiß, was man wofür ausgegeben hat. Toll, dass es bei dir auch klappt 🙂

  • Reply Elisabeth 8. März 2015 at 12:08

    Ich habe im Herbst letzten Jahres ein Excel-Blatt entworfen, mit ungefähr deinen Rubriken. Der Vorteil von Excel ist ja, dass man dann ganz automatisch Summen pro Rubrik + Monat oder Jahr, Durchschnittswerte pro Monat, prozentuale Anteile der Rubriken + Jahr, Gesamtaufgaben pro Monat+Jahr und Gesamteinnahmen pro Monat/Jahr erhalten kann und v.a. – was ich persönlich interessant finde – die Sparquote sieht. Oder auch mal ein monatliches Minus sieht, z.B. durch größere Anschaffungen. Und durch Kommentare in den einzelnen Feldern kann ich ergänzen, wofür genau ich Geld ausgegeben oder erhalten habe (z.B. Hosenkauf, Sofaverkauf, …).
    Bin damit sehr zufrieden!

    PS: Bin durch Christof auf deinen Blog gestoßen 🙂

    • Reply Andrea 8. März 2015 at 16:52

      Stimmt, das ist an ner Excel Tabelle natürlich praktisch, dass es automatisch alles ausrechnet. Ich muss die Auswertung erst ausrechnen, aber bisschen Kopfrechnen kann ja nicht schaden 😉

      LG Andrea

  • Reply Nanne 13. März 2015 at 23:35

    Hallo Andrea,

    ich führe seit sechs Jahren ein Haushaltsbuch jeweils mit einer Tabellenkalkulation, erst Excel jetzt Numbers. Ich habe zwischenzeitlich keine Lust mehr gehabt, aber da ich dieses Jahr Familienzuwachs bekomme, somit höhere Ausgaben haben, bei einem geringeren Einkommen, ist es einfach hilfreich und wird weiter geführt.

    Mir hat es geholfen, meine Ausgaben wirklich zu reduzieren und einen konsequenten Überblick zu bekommen. So weiß ich immer genau wie teuer meine Urlaube gewesen sind – in welchen Monaten welche Kosten auf mich zukommen und ich vielleicht mal nichts spare, aber gleichzeitig auch in welchen Monaten sehr, sehr viel Sparpotenzial ist. Nie wieder ohne Haushaltsbuch heißt es vermutlich für mich.

    Ich hätte aber 2009 nie gedacht, dass ich dabei bleibe und das so viele Jahre durchziehe. Ende 2011 ist mir meine Datei unwiderbringlich abgestürzt und ich habe einfach wieder von vorne angefangen.

    Liebe Grüße
    Nanne von einfachsoleben.

  • Reply Louisa Süß 1. Oktober 2015 at 10:22

    Hallo Andrea!
    Danke für den tollen Artikel und die guten Tips. Schön dass man sich das Formular einfach runterladen kann!
    Ich fange heute mal damit an und hoffe dass es bei mir so gut funktioniert wie bei dir.
    Noch einen schönen Tag!
    Louisa

  • Reply Susi 3. Februar 2016 at 9:57

    Hallo Andrea – per Zufall auf deine Seite gelangt, weil mein guter Vorsatz für 2016 war nicht immer alles Geld auszugeben. Tolle Tipps von Dir. Lege mir gleich heute ein Finanzbuch an. Mal sehen war rauskommt.
    Lieben Gruss Susi

  • Reply Kirsten 27. Juni 2016 at 7:58

    Vielen Dank liebe Andrea für deine Vorlagen!
    LG Kirsten

  • Reply Martha 27. Juli 2016 at 16:23

    Vielen Dank für die Vorlagen! Ich werde ein Haushaltsbuch für meine Tochter zum Geburtstag vorbereiten. Sie wohnt seit 2 Jahren allein in Deutschland und ich hoffe es hilft.
    Lg
    Martha

  • Reply Dieter Müller 10. November 2016 at 2:39

    Hallo Andrea,
    toll, was Du da machst! Suche schon lange nach solchen Plänen usw. Deine Formulare sind wirklich gut durchdacht und nützlich.
    Danke dafür!
    Dieter

  • Yeah, ein Kommentar. Ich freu mich.